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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 00:01 Uhr

Handball : Kantersieg im Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Er hat den Bogen raus“, frohlockte Markus Risch, Trainer der 1. Männer des TuS Esingen, als Lennart Haas am Sonnabend im Gastspiel bei der HSG Pinnau dreimal hintereinander auf dieselbe Art und Weise traf. Obwohl HSG-Keeper Marco Simonsen wusste, wohin der Ball gehen würde, konnte er ihn nicht halten – zu präzise und hart hatte Haas ihn geworfen.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 21:45 Uhr

In der Johannes-Brahms-Halle am Pinneberger Fahltskamp stellten die Esinger die Weichen früh auf Derby-Sieg. Zwar konnte die HSG Pinnau, die inzwischen nur noch aus den Handball-Abteilungen der Vereine VfL Pinneberg und TSV Prisdorf besteht, die ersten beiden TuS-Tore noch zum 2:2 beantworten. Dies war aber nach vier Minuten bereits der letzte ausgeglichene Spielstand. Danach kamen die Tornescher immer wieder mit dem von Markus Risch geforderten Tempo-Handball aus einer agilen und aktiven Abwehr heraus zu schnellen Toren. Etwas Glück hatte Timo Kreckwitz bei seinem 2:5 – HSG-Keeper Malte Hoeft hatte den Ball zunächst pariert, lenkte ihn dann aber mit seinem Rücken ins eigene Netz.

Bereits nach neun Minuten hatte HSG-Coach Hans Riedel, der im Frühjahr 2013 noch die Esinger A-Jugend betreute, Redebedarf und nahm seine Auszeit. Auf diese folgte ein Ballverlust von Pinnau, Daniel Günter lief den Gegenstoß zum 3:8 (16.). Bis zum 5:9 (16.) blieben die Hausherren noch in Schlagdistanz, dann bauten die Gäste ihren Vorsprung bis auf 7:16 aus (24.). TuS-Torwart Maximilian Rathke zeigte einige gute Paraden. Obwohl sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit der Schlendrian ins Esinger Spiel einschlich, wurden die Seiten bei dem für die Gäste komfortablen Ergebnis von 11:18 gewechselt, nachdem Benjamin Boje, der für diese Szene Rathke ablöste, noch einen Siebenmeter pariert hatte (30.).

Die Pause kam zum genau richtigen Zeitpunkt für die Esinger, die zum Beginn des zweiten Durchgangs wieder überragenden Tempohandball zeigten und durch sechs Tore in Folge auf 11:24 davonzogen (36.). Die Partie war damit entschieden und die Tornescher ließen es, im Gefühl des sicheren Sieges, etwas ruhiger angehen. Zahlreiche Unterbrechungen hinderten die Gäste zudem daran, mit noch mehr schnellen Spielzügen die Pinnauer Abwehr vor unlösbare Probleme zu stellen.

So hatte Simonsen noch einige persönliche Erfolgserlebnisse, als er mehreren frei vor ihm auftauchenden TuS-Spielern die Bälle „abkaufte“ – doch trotz Chancenwucher feierten die Esinger einen 33:21-Kantersieg und festigten ihren zweiten Tabellenlatz.

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