Fußball : Kantersieg für TSV II

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Nach einer enttäuschenden WKK-Cup-Woche (alle vier Spiele beim Tornescher Turnier gingen verloren) schossen sich die 2. Herren des TSV Uetersen (Kreisliga 8) am Sonntagmittag in der 1. Runde des II. Liga-Pokals mit einem 9:0-Kantersieg im Derby beim TV Haseldorf II (Kreisklasse 4) den Frust von der Seele. „Dieses Ergebnis dürfen wir aber nicht überbewerten“, erinnerte TSV-Trainer Sandor Horvath daran, dass sich der klassentiefere Gegner im Juli schon vom Spielbetrieb zurückgezogen hatte, ehe beschlossen wurde, doch weiter ein Reserve-Team zu melden. Diesess trat nun mit dem allerletzten Aufgebot an – und gab in 90 Minuten keinen einzigen Torschuss ab.

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31. Juli 2012, 19:09 Uhr

Ganz anders die Gäste, die schon in der zwölften Minute in Führung gingen: Neuzugang Kim Stüben knipste gleich im ersten Pflichtspiel für die TSV-Reserve. Nachdem Hans Martin Krohn, der bis zum Juni noch für die 1. TVH-Herren stürmte, an alter Wirkungsstätte das 0:2 nachgelegt hatte (23.), schnürte Jon Schwerdtfeger innerhalb von zwei Minuten einen Doppelpack zum 0:4 (25., 27.). Erneut Stüben (35.) sowie Mehmet Deniz (41.) erhöhten auf 0:6 und Horvath lobte: „In der ersten Halbzeit haben wir den Ball richtig gut laufen lassen!“ Während Stüben nach der Pause geschont wurde, legte Grabow sogleich das 0:7 nach (48.). Dann begann allerdings eine Phase, in der die Gäste nicht mehr zielstrebig agierten: Patrick Laubes Schuss wurde noch abgefälscht und ging rechts vorbei (53.) und einen 20-Meter-Schuss sowie einen schön gezirkelten Freistoß von Christian Sommer hielt TVH-Torwart Patrick Schuldt (55., 58). „Spielt nicht so viel klein-klein“, forderte Horvath, doch erst in der 74. Minute lag wieder ein Treffer in der Luft: Der eingewechselte Lennard Witt zirkelte einen Freistoß auf die Latte. In der 80. Minute fing die TSV-Reserve einen Abschlag ab und spielte schnell wieder in den Strafraum, wo Schwerdtfeger von halblinks aus im Fallen zum 0:8 traf (Foto oben). „Wir verlieren nach jedem Abschlag den Ball“, fluchte Schuldt.

In der 89. Minute fiel das 0:9 – der eingewechselte Uetersener Marco Witt und der Haseldorfer Till Teetzen beförderten den Ball gemeinsam über die Linie. Beinahe wäre es sogar noch zweistellig geworden, aber einen zu schwachen Heber von Marco Witt fing Schuldt mühelos. „Im zweiten Durchgang kam läuferisch von uns zu wenig“, übte Horvath trotz des klaren Sieges Kritik. Bei der TVH-Reserve wirkte 80 Minuten lang auch der bisherige Coach Kim Neidenberger mit, stellte aber nach seiner Auswechslung klar, dass er nicht auf die Trainerbank zurückkehrt: „Ich helfe nur als Spieler aus, wenn wirklich Not am Mann ist!“

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