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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 06:32 Uhr

Haushalt : Kann das Defizit gedeckt werden?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einem Defizit von 145000 Euro geht die Gemeinde Haseldorf ins neue Jahr. 2,014 Millionen Euro sollen ausgegeben werden, doch die Kommune nimmt nur 1,869 Millionen Euro ein. Zwar wurde der Haushalt 2014 während der Gemeindevertretersitzung einstimmig verabschiedet, doch die Einschätzungen gehen auseinander.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 22:07 Uhr

Während des Treffens im Haseldorfer Hof stellte Bürgermeister Uwe Schöler-mann (CDU) das Zahlenwerk vor. Er geht davon aus, dass durch den Verkauf der gemeindlichen Grundstücke am Neuen Weg an Häuslebauer das Defizit gedeckt werden kann. Während der Gemeindevertretersitzung war der Finanzausschussvorsitzende Thomas Hölck beruflich verhindert. Der Sozialdemokrat geht auf UeNa-Anfrage davon aus, dass nur ein Teil des Defizits durch Grundstücksverkäufe gedeckt wird.

Als positiv bewertet er die Entwicklung bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer. 2013 startete Haseldorf mit einem ähnlichen Etatloch und dank Gewerbesteuer-Mehreinnahmen konnte es noch gedeckt werden. Schölermann ging während der Gemeindevertretersitzung davon aus, dass im Laufe des Jahres mehr Geld als derzeit eingeplant aus diesen beiden Steuern ins Gemeindesäckel fließen werde.

Wichtig für die Einschätzung der Haseldorfer Haushaltssituation ist für Hölck die hohe Verschuldung mit 1,864 Millionen Euro. „Das sieht nicht rosig aus”, so der Genosse. Für ihn ist deswegen „sparsame Haushaltsführung” unumgänglich. Bei den Investitionen sticht 2014 nur 100000 Euro für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges hervor. Doch dafür sind diese Spezialanfertigungen nicht zu bekommen. Holm geht derzeit von knapp 300000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug aus. 2015 müssen die Haseldorfer Politiker also noch einmal nachlegen.

Im Investitionsprogramm der Gemeinde, das allerdings nicht verbindlich ist, sind die Schaffung seniorengerechter Wohnungen im Generationenpark am Neuen Weg sowie der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses zwar aufgeführt, vorsichtshalber aber nicht mit Summen versehen. Hölck bleibt skeptisch, auch angesichts der in früheren Diskussionen genannter Beträge: „Zurzeit sehe ich keine Möglichkeiten, das zu finanzieren.”

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