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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 08:50 Uhr

Arztansiedlung : Kandidaten gesucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch wenn in Moorrege nicht unbedingt die Notwendigkeit für einen niedergelassenen Allgemeinmediziner bestehe: Die Oppositionsparteien stehen ausdrücklich hinter der politischen Mehrheitsentscheidung, einen Arzt in der Gemeinde anzusiedeln. Aber, so sagen SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch und Helmuth Kruse, Fraktionsvorsitzender der Grünen, unisono: „Wir wünschen uns eine breite Auswahl.“ Deswegen rühren sie die Werbetrommel. Es gilt, mehrere Kandidaten für die Option der im Bau befindlichen Arztpraxis aufzutun.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 21:52 Uhr

Wie berichtet ging es hoch her in der jüngsten Gemeindevertretersitzung, die sich mit dem Thema Arztpraxis beschäftigte. Denn es kam vonseiten der CDU eine Richtlinie auf den Tisch, die eine Arztansiedlung mit insgesamt 90000 Euro Unterstützungsgeld fördern will. SPD und Grüne waren strikt dagegen. Auch weil sie ihrer Meinung nach vordem in den gesamten Vorgang nur unzulängliche Akteneinsicht erhalten hatten. Zudem habe erst die Kommunalaufsicht eingreifen müssen, damit die Zuschüsse überhaupt an Richtlinien gebunden würden. „Grundsätzlich spricht nichts dagegen, einen Arzt anzusiedeln“, sagt Behnisch.

„Aber wir haben kein Geld zu verschenken.“ Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass die Gemeinde sowieso schon am Heistmer Ärztezentrum beteiligt ist. Aus diesem Umfeld soll es auch bereits eine Kandidatin für die Moorreger Arztpraxis geben, wie die Redaktion aus zuverlässiger Quelle erfuhr. Allgemeinmedizinerin Dr. Nicoletta Dancau habe sogar schon einen Vormietvertrag unterzeichnet, dessen Bindung allerdings nur bis Ende 2015 währte, so der Informant.

Kruse schaut nach vorn: „Die Moorreger Bürger haben es nicht verdient, dass man einen Arzt für sie aussucht“, sagt er in Bezug auf die Gerüchte. Deswegen gehe die Opposition in die Offensive und mache die Arztsuche publik. Das Geld könne für viele Mediziner ein Anreiz sein. Bis zum 31. Dezember 2016 können sich Hausärzte bewerben, beschloss die Gemeindevertretung. Danach fällt das Gremium seine Entscheidung. Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, setzen SPD und Grüne neben der Presse auch auf die Onlineseite der Kassenärztlichen Vereinigung. Sie drängen auf deren Aktualisierung. Moorrege sucht seit 2012. Die neuen Bedingungen erhöhen die Attraktivität des Standorts. Zudem sollen die Richtlinien auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Auch beabsichtigt Kruse, in den drei Sana-Kliniken im Kreis Reklame zu machen.

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