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Schwennesenstraße / Norderstraße : Kanalerneuerung und Straßenneubau

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Oktober-Sitzung des Bauausschusses, in der erstmals die Entwürfe zum Neubau der Schwennesenstraße und der Norderstraße vorgestellt wurden, waren die Zuschauerplätze von Anliegern aus den Straßen dicht besetzt. Diesmal waren nur einige Anwohner der beiden Straßen gekommen. Denn in der Zwischenzeit hatte es Anliegerinformationen gegeben.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 21:53 Uhr

Und doch waren für Anlieger aus der Schwennesenstraße Fragen offengeblieben und kritisierten sie zum Teil das Protokoll der Anliegerinformation. So fehlt ihnen im Protokoll der Vermerk für den Prüfauftrag an die Verwaltung, ob in einer Beratung des Bauausschusses im Zuge des Neubaus benachbarter Straßen die Politik übereingekommen war, dass sich die Stadt an den Neubaukosten der Schwennesenstraße beteiligen soll, weil die Straße durch Baufahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wurde.

„Der Prüfauftrag ist da, wir haben ihn noch nicht abgearbeitet“, so die Reaktion von Bürgermeister Roland Krügel. Eine verbindliche Aussage, wie ebenfalls von den Schwennesenstraße-Anliegern gewünscht, dass ihre Straße nach Kanalsanierung und Neubau von Schwerlastverkehr für den Neubau umliegender Straßen verschont bleibt, könne allerdings nicht gegeben werden, so Krügel. Der größte Kritikpunkt, den die drei Vertreter aus der Schwennesenstraße vorbrachten, war jedoch die Kostenaufschlüsselung. „Es gibt da eine Lücke, die für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist“, so Jan Schon. Bauamtsmitarbeiterin Sylvia Köhn erläuterte, dass die vorliegende Gegenüberstellung der Baukosten und beitragsfähigen Kosten auf Grundlage von Kostenschätzungen erfolgt sei. Die bei den Anliegern verbleibenden Kosten der Gesamtbaumaßnahme (Kanalneubau und Straßenneubau: 558000 Euro) betragen 351000 Euro, der Anteil des Abwasserbetriebes und der Stadt liegen bei 207000 Euro. Sylvia Köhn bot an, dass Detailfragen zu den Kosten, zu Berechnungen und „Tieflagen“ zur Verlegung der Kanalisation und Versorgungsleitungen mit ihr im Rathaus besprochen werden können. Anlieger der Norderstraße, die auch inzwischen von der Verwaltung zu einer Anliegerinformation eingeladen worden waren, lobten die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Allerdings bezweifelte ein Anlieger, dass die Norderstraße wirklich eine neue Regenwasserkanalisation und einen kompletten Straßenneuaufbau brauche. Die Antwort der Verwaltung: Die vorhandene Dimensionierung der Regenwasserkanalisation entspricht nicht mehr den heutigen Bedingungen und die Tragfähigkeit auf den unterhalb der Asphaltschichten ungebundenen Tragschichten sei nicht ausreichend.

Anregungen der Anwohner: Verlängerung der Mischverkehrsfläche in Höhe Einmündung Pommernstraße; Verbreiterung des südlichen Gehwegs auf 2 Meter; Zahlung der Anliegerbeiträge in vier Raten. Außerdem wurde eine Begutachtung der öffentlichen Bäume und eine Verkehrszählung gewünscht, um zu überprüfen, ob die derzeitige Einstufung als Anliegerstraße noch zutreffend ist.

Einstimmig segnete die Politik die Entwurfsplanungen (Kanalsanierungen und Neubau der beiden Straßen) ab.

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