Landtagswahl 2012 : Kai-Oliver Vogel: Er will von Tornesch nach Kiel

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Es waren zwei Wahlgänge nötig, bis Kai-Oliver Vogel sich bei seinen Genossen bedanken konnte. Mit 37 zu 23 Stimmen hatte er sich im zweiten Anlauf gegen seinen noch verbliebenen Konkurrenten Karsten Rahlf durchgesetzt. Neben Vogel und Rahlf hatten auch Helmuth Jahnke und Christoph Bittner aus Halstenbek sich um die Nachfolge im Wahlkreis 25 (Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek) des SPD-Abgeordneten Bernd Schröder, der zur kommenden Landtagswahl nicht mehr als Direktkandidat antritt, beworben. Am Ende konnte sich der Tornescher Kai-Oliver Vogel durchsetzen.

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23. September 2011, 22:30 Uhr

Der Pädagoge aus Tornesch ist stellvertretender Schulleiter an der Klaus-Groth-Schule und kennt sich aus mit Konflikten. In seiner Bewerbungsrede spickte er seine Motivation, sich für ein Mandat zur Verfügung stellen zu wollen, mit Anekdoten aus seiner Tätigkeit als Lehrer und will sich insbesondere für die Stärkung der Schulsozialarbeit einsetzen. „Ich sehe in meiner täglichen Arbeit, wie wichtig diese Einrichtung für die Kinder ist“, sagte Vogel. „Hilf denen, die nicht so viel Glück hatten“ ist sein Motto, und sein Einsatz richtet sich besonders daraufhin aus, die sozialdemokratische Vorstellung vom längeren gemeinsamen Lernen in Schleswig-Holstein zu erreichen.

Bereits vor gut 10 Jahren hatte Vogel die Chance, sich für den Landtag zu bewerben, damals lehnte er ab. Mit gerade einmal Anfang 30 fühlte er sich noch nicht reif genug, das hat sich jetzt geändert. „Ich habe die Lebenserfahrung und das nötige Augenmaß, dieses Mandat im Sinne der Menschen wahrzunehmen“, sagt Vogel und betont, dass er Politik gestalten wolle. Bildungspolitik ist sein Schwerpunkt, schließlich ist er Pädagoge. Mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten, ein flächendeckendes Angebot an Kita-Plätzen, flexible Zeiten, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Dazu eine Bundesratsinitiative für einen flächendeckenden tariflichen Mindestlohn, die Bürgerversicherung nicht zu vergessen. In seinen Forderungen unterscheidet er sich nicht von seinen Mitkonkurrenten. Am Ende ist es auch die ruhige, besonnene und durchaus charmante Art des Kandidaten Kai-Oliver Vogel, die ihm die Mehrheit bescherte. Es war kurz nach halb zehn, als Sitzungsleiter Herbert Hoffmann sich zusammen mit Bernd Schröder und dessen soeben gewählten Nachfolger zum Foto aufstellt. Die erste Etappe hat Vogel geschafft, jetzt wartet der Wahlkampf auf ihn.

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