Fußball : Kahnert mit Doppelpack

Eigentlich wollten die 1. Herren des TSV Uetersen (Landesliga) bereits am 6. Februar beim TuS Germania Schnelsen testen, doch damals sagte der Oberligist wegen seiner Verpflichtungen im Oddset-Pokal ab. 18 Tage später, nämlich am Sonntagnachmittag, trafen beide Teams nun aufeinander, nachdem die Uetersener Partie beim Wedeler TSV und Germanias Gastspiel beim USC Paloma jeweils abgesagt worden waren.

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25. Februar 2013, 21:21 Uhr

Auf dem Kunstrasenplatz am Riekbornweg waren die Gäste gleich hellwach und gingen bereits nach zwölf Minuten in Führung: Yannik Kouassi spielte einen langen Pass in die Spitze, den sich Helge Kahnert erlief und den Ball aus 30 Metern über den weit vor seinem Gehäuse stehenden Germania-Keeper zum 0:1 ins Netz lupfte. „Ein schönes Tor“, jubelte TSV-Trainer Peter Ehlers. Nur neun Minuten später hatte Kahnert einen Doppelpack geschnürt: Eine Rechtsflanke von Kevin Koyro erwischte Kahnert am kurzen Pfosten so optimal, dass er den Ball zum 0:2 ins lange Eck köpfte. Damit stellte Kahnert, der in der vergangenen Oberliga-Saison bei drei Kurz-Einsätzen für Eintracht Norderstedt torlos geblieben war, unter Beweis, dass er auch gegen einen Oberligisten treffen kann. Die klassenhöheren Schnelsener schlugen zurück und kamen zum Anschlusstreffer (28.) – doch nur sechs Minuten später hatte Uetersen den alten Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Erneut war es Kouassi, der einen langen Ball klug nach vorne durchsteckte; Koyro narrte die Germania-Abwehr, indem er antäuschte, die Kugel annehmen zu wollen, sie dann aber durchließ. So hatte Florian Blaedtke freie Bahn, lief alleine auf den Keeper zu und vollstreckte eiskalt zum 1:3.

In der Pause fand Germania-Trainer Bert Ehm (hatte in der Vorsaison noch den FC Elmshorn zur Landesliga-Meisterschaft geführt) offenbar deutliche Worte, denn die Hausherren agierten im zweiten Durchgang deutlich offensiver. „Wir haben tiefer gestanden und haben gut nach hinten gearbeitet“, war Peter Ehlers mit der Defensiv-Leistung seines Teams zufrieden. Vor allem Dennis Weber, der von 2010 bis 2012 noch für die Schnelsener kickte, zeigte eine sehr gute Leistung. Auf der Gegenseite boten sich den Uetersenern noch einige Konter-Chancen: Ein Treffer des agilen Kouassi zählte wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht, weitere gute Gelegenheiten vergaben die Rosenstädter. „Wir hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr schießen können“, so Peter Ehlers, der aber auch so nur lobende Worte für sein Team fand: „Wir haben wirklich ein gutes Spiel abgeliefert und absolut verdient gewonnen!“

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