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Museumstag auf dem Mölln-Hof : Kaffee rösten und mahlen wie früher

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kaffeeduft lag am vergangenen Sonntag über dem Gelände des Mölln-Hofes. Die Mitglieder der Kulturgemeinschaft des Arbeitskreises volkskundliche Sammlung Mölln-Hof hatten das Museum geöffnet und zum Kaffeerösten und Kaffeemahlen wie es in früheren Zeiten gang und gäbe war, eingeladen.

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erstellt am 08.Jul.2013 | 20:45 Uhr

Das Interesse war groß, von 11 Uhr an herrschte auf dem Mölln-Hof reges Treiben. Viele Besucher erinnerten sich daran, welchen Wert Bohnenkaffee noch zu ihrer Kindheit hatte, als es das Getränk nur an Sonn- und Feiertagen gab und es in Küche und guter Stube nach frisch gebrühtem Bohnenkaffee duftete.

Die aus dem Zeitalter der Kaffeeautomaten stammenden Kinder, die mit Eltern und Großeltern auf den Mölln-Hof gekommen waren, schauten neugierig beim Rösten von Kaffeebohnen in handbetriebenen Röstmaschinen, beim Mahlen der Bohnen in mechanischen Kaffeemühlen und beim Aufbrühen der Bohnen in Kaffeekannen zu. Auch die Erwachsenen verfolgten interessiert, wie Mitglieder der Kulturgemeinschaft aus einer Kölln-Reisieker Kaffeerösterei erworbenen Rohkaffee in historische Gerätschaften füllten, Schalen unter dem Rohkaffee mit Spiritus und Watte bestückten, anzündeten und in dem Gefäß darüber die Rohbohnen etwa 20 Minuten lang drehten. Das Ergebnis: geröstete Kaffeebohnen.

Auch das Kaffeerösten über einem etwa 100 Jahre alten gusseisernen Ofen, für den Schornsteinfegermeister Curt Hinz extra der Kulturgemeinschaft ein Ofenrohr zusammengefügt hatte, wurde den Besuchern gezeigt. So wie auch das Rösten von Gerstenkörnern zur „Muckefuck“-Herstellung.

Zu den historischen Kaffeemühlen und Röstmaschinen, die bei herrlichem Sommerwetter auf dem Hof des Museums aufgebaut worden waren, gehörte auch eine elektrische Kaffeeröstmaschine, allerdings nur zur Ansicht und der Vollständigkeit halber. Werner Heitmann aus Esingen hatte für den Museums-Thementag „Kaffeerösten“ den Aktiven aus dem Arbeitskreis Mölln-Hof eine alte, noch gut funktionsfähige Röstmaschine übergeben. Die Idee für den Thementag rund um das Kaffeemahlen und -rösten hatten die Arbeitskreismitglieder Marita und Peter Olbrisch. Sie gehörten am Museums-Öffnungstag mit zu den Aktiven der Kulturgemeinschaft, die Erläuterungen gaben und die historischen Geräte bedienten. Zum Probieren wurde der geröstete Kaffee natürlich auch aufgebrüht und getrunken. Aber so ganz hatte er sein Aroma noch nicht entfaltet. „Die Bohnen müssen noch ein paar Tage kühl lagern“, so Lothar Kranz, Leiter des Arbeitskreises Mölln-Hof. Heute Abend beim Werkeln im Museum soll noch einmal Kaffee aus den selbst gerösteten Bohnen gekocht werden. Zum Bewirten der Besucher des Museums-Öffnungstages gab es Kaffee aus der Kaffeemaschine und selbst gebackenen Kuchen.

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