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IG Südtangente : K22: Nicht auf Eis legen, neu planen!

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mitte Dezember 2013 im Kreistag getroffene Mehrheitsentscheidung, die für den Ausbau der K22 zur verfügung stehenden Mittel vorerst für die Förderung von Sportprojekten im Kreis zu verwenden, hat bei den Sprechern der IG Südtangente für Erstaunen gesorgt. „Wie ernst ist es der Politik eigentlich noch mit dem Bau der K22?“, fragen sich Michael Krüger und Jürgen Körner.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 19:29 Uhr

Seit mehr als 30 Jahren laufen die Planungen für die K22. Realisiert sind der Kreisverkehrsplatz an der Ahrenloher Straße, der ausgebaute Große Moorweg und die Ampelkreuzung an der Pinneberger Straße in Tornesch-Esingen. Der Ausbau des Wischmöhlenweges und die Weiterführung der Straße durch eine Untertunnelung der Gleise in Richtung Großer Moorweg wurde aus unterschiedlichsten Gründen immer wieder auf Eis gelegt oder neu geplant. Und seit ebenso langer Zeit setzt sich die Interessengemeinschaft Südtangente dafür ein, dass nicht eine Trasse mitten durch Esingen gebaut wird, sondern eine Ortsumgehung, die zu einer ernsthaften Entlastung der Verkehrsströme in Tornesch und einer sinnvollen Verkehrslenkung aus der Region Tornesch-Uetersen Richtung A23 führt. Trotz Ankündigung des Landes liegt der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der K22/Wischmöhlenweg nicht vor und wird nun erst Ende 2014 erwartet. Auch die Verhandlungen des Kreises mit der Deutschen Bahn zur Untertunnelung gestalten sich langwierig. Zudem stehen nicht alle für den Ausbau der K22 notwendigen Grundstücke zur Verfügung. Selbst wenn der Planfeststellungsbeschluss kommt, sind Klagen und Enteignungsverfahren vorprogrammiert.

Diese Fakten zur K22 und die Haushaltsentscheidung des Kreises sind für die Sprecher der IG Südtangente nochmals Grund genug, die Politik vor Ort und im Kreis aufzufordern, die K22 in der bisherigen Planung ad acta zu legen und Planungen für eine neue Trassenführung anzuregen, die den Straßenverkehr bereits vor Erreichen der Tornescher Stadtgrenze in Höhe Tornescher Weg/Wittstocker Straße zum Wischmöhlenweg/K22 und weiter Richtung Prisdorf und zur A23 führen könnte. „Immer wieder wird behauptet, dass der zwischen dem Kreis, Tornesch und Uetersen 1980 geschlossene Vertrag zur K22 nicht kündbar und die Trassenführung der K22 nicht änderbar ist. Unser Kenntnisstand, unterstützt durch eine Rechtsanwaltskanzlei, ist ein anderer“, so Michael Krüger.

Er und Jürgen Körner erinnern die Tornescher Politik an einen 2008 gefassten Beschluss, dass die K22 als eine großzügige Südumgehung von Tornesch gebaut werden soll. „Wir wollen nicht eine K22 verhindern, fordern aber eine verkehrstechnisch sinnvolle und effektive Verwendung von Steuergeldern“, betonen Michael Krüger und Jürgen Körner. Sie werfen den Politikern vor Ort und im Kreis ein „Aussitzen“ vor, bis keine K22-Fördermittel mehr zur Verfügung stünden. Es müsse jedoch das Verkehrsproblem gelöst werden.

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