zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 19:28 Uhr

Infrastruktur : K22: Hoffen auf Fortschritte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine Gruppe von elf K22-Befürwortern hat die Sitzung des Kreistags am Mittwoch genutzt, um die schnelle Fortsetzung der Bauarbeiten anzumahnen. Zu den Gästen aus Uetersen und Tornesch, die zu diesem Zweck in das Pinneberger Rathaus gekommen waren, gehörten führende Partei- und Kommunalpolitiker sowie mit den Bürgermeistern Andrea Hansen und Roland Krügel die Spitzen der beiden Stadtverwaltungen.

Nachdem sie bei der Ankunft der Kreistagsabgeordneten schon vor dem Sitzungsgebäude mit Schildern auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht hatten, war es schließlich der Tornescher SPD-Chef Manfred Mörker, der vor die Abgeordneten trat und die für viele so wichtige Frage stellte: „Was gedenken Sie zu tun, um den Bau der K22 sicherzustellen?“ Eine klare Antwort blieben ihm die Politiker schuldig, stattdessen gab es Kritik an den Mitbewerbern und immerhin das eine oder andere deutliche Bekenntnis zu dem seit 40 Jahren in den Schubladen schlummernden und inzwischen bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnittes gediehenen Projektes.

„Die CDU-Fraktion steht nach wie vor zum zügigen Ausbau der K22“, sagte etwa der Uetersener Thorben Langhinrichs, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Kreistages. Der Unionspolitiker kritisierte SPD, Grüne und FDP für die Reduzierung des Haushaltsansatzes auf 100000 Euro und versprach: „Sobald der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, kommt das Thema wieder in den Kreistag, damit die Mittel zur Verfügung gestellt werden.“ Positive Signale auch von der SPD! „Es war immer politische Zielsetzung unserer Partei, die K22 zu bauen, und davon sind wir nicht abgerückt“, sagte Fraktionsvorsitzender Hannes Birke. Voraussetzung seien allerdings ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss und „ein Signal des Innenministers, dass er einer weiteren Verschuldung des Kreises zustimmt“.

FDP-Fraktionschef Klaus G. Bremer glaubt indes nicht daran, dass der Planfeststellungsbeschluss in absehbarer Zeit vorliegen wird. Der Termin sei vom Land seit 2005 fünf Mal verschoben worden. „Und so lange die Arbeiten zur A20 laufen, wird es diesen Beschluss meines Erachtens nach auch nicht geben. Wir haben also Zeit.“

Bremer erinnerte außerdem daran, dass zum Weiterbau zwei zentrale Grundstücke fehlen, deren Besitzer nicht verkaufen wollen (UeNa berichteten). Und weder eine Enteignung noch ein Sofortvollzug seien mit der FDP zu machen.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Mai.2014 | 19:13 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert