Ausbau der Kreisstraße : K22: Das stete Vertrösten auf überübermorgen

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Wieder wird es vorläufig nichts mit dem Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Kreisstraße 22. In diesem Jahr zumindest wird er den Kreis wohl nicht mehr erreichen. Erneut wird vertröstet, mit einer Überlastung der zuständigen Planungsabteilung im Land argumentiert und damit die Region Südholstein mit einer beispiellosen Missachtung gestraft. Der Kreis Pinneberg scheint nach wie vor abgemeldet zu sein in Kiel.

shz.de von
17. Oktober 2012, 20:41 Uhr

Nicht nur in Uetersen und Tornesch wartet man zunehmend ungehalten auf das Papier, auf dessen Grundlage das wichtige Infrastrukturprojekt verwirklicht werden soll. Auch im Kreis Pinneberg möchte man endlich Konkretes wissen. Die zuständige Planfeststellungsbehörde ist, hat man beim Kreis erfahren, umstrukturiert worden. Neben der Autobahn 20 steht nun auch der Trassenausbau für die benötigten Stromleitungen ganz oben auf der Prioritätenliste der Planer. Die Kreisstraße 22, die nach Anbindung in Esingen und der Untertunnelung der Bahn eine direkte Autobahnanbindung für Uetersen und die umliegenden Gemeinden darstellt, scheint sich erneut unterordnen zu müssen. In der Straßenverkehrsbehörde Pinneberg hat man auf Nachfrage erfahren, dass es seitens der Planfeststellungsbehörde im November eine „belastbare Aussage“ geben soll, wann mit einem Planfeststellungsbeschluss zu rechnen sei. Immerhin! Mal was Konkretes!

Planungskosten in Höhe von 50000 Euro seien bereits im Haushalt des Kreises eingestellt. Wenn der Planfeststellungsbeschluss 2013 komme, dann könne 2014 mit einem Baubeginn gerechnet werden, so Michael Zisack von der Straßenverkehrsbehörde. Mit der Bahn werde dann parallel eine Kreuzungsvereinbarung getroffen. Auch die Bahn plant ihren Part, die Untertunnelung in Esingen, bereits seit geraumer Zeit.

Bürgermeisterin Andrea Hansen unterstrich ihrerseits die Bedeutung der Kreisstraße für die Rosenstadt: „Die K22 bleibt wichtig für Uetersen, zumal in unserer Nachbarschaft große Wohngebiete mit neuem Verkehrsaufkommen entstehen sollen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das kann man auch auf dem Uetersener Streckenabschnitt sehen.“ Die aktuelle Verkehrsdiskussion im Land verenge sich derzeit stark auf den Autobahnausbau – der Blick müsse aber auch auf die Kreisstraßen und die Lage in den Kommunen gerichtet werden. Die Bürgermeisterin weiter: „Ich setze auf die konstruktive Zusammenarbeit aller Entscheidungsträger.“

Torneschs Amtskollege Roland Krügel sagte: „Ich kann es nachvollziehen, dass es aufgrund der Neustrukturierung in der Planungsabteilung zu Verzögerungen gekommen ist. Die neue Sachbearbeiterin muss sich erst einarbeiten. Ich erwarte aber auch, dass die Entscheidung jetzt nicht auf die lange Bank geschoben wird. Denn wir warten schon zu lange.“

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