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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 06:36 Uhr

Bürgermeisterwahl : Jusos wehren JU-Angriffe ab

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Konträre Positionen zur Vorstellung der Uetersener Bürgermeisterkandidaten haben die Jugendorganisationen von CDU und SPD bezogen.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 22:10 Uhr

Nachdem Bürgermeisterin Andrea Hansen die Teilnahme an der Podiumsdiskussion abgesagt hatte, warf die Junge Union (JU) Tornesch-Uetersen ihr in einer Pressemitteilung vor: „Während sich drei Bürgermeisterkandidaten den Fragen von RSH-Moderator Carsten Kock und den Anliegen der Öffentlichkeit widmeten, drückte sich Amtsinhaberin Andrea Hansen unter einem Vorwand davor.“ Sie führe eine „intransparente Politik“ und habe „die Bürger/innen bei der Kandidatenvorstellung erneut im Stich“ gelassen. „Ihre Abwesenheit zeigt: Im Wahlkampf hat Andrea Hansen weder Bernd Möbius und Andreas Faust noch Steffen Peter etwas entgegenzusetzen.“ Faust und Möbius zeigten im Vergleich zu Hansen mehr Transparenz, Bürgernähe und Rückrat gegen Rechtsextremismus.

Faust überzeuge zudem durch Persönlichkeit und Erfahrung in der Verwaltungsarbeit. Die JU begrüßt seine Pläne zum Ausbau der Internetversorgung, zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Uetersen sowie zur Anhebung der Gewerbesteuer, damit der Haushalt konsolidiert und Investitionen in Schulen und Kindergärten ermöglicht werden. „Andreas Faust ist der beste Kandidat für das Bürgermeisteramt“, so die JU. In Reaktion darauf beklagen die Jusos Tornesch-Uetersen „beleidigende Angriffe der Jungen Union in Richtung Andrea Hansen“. Sie habe Haltung bewiesen und sei angesichts der polizeilichen Warnung vor einer Durchführung der Veranstaltung „ihrer besonderen Verantwortung als Bürgermeisterin gerecht geworden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Jusos betonen: „Die Instrumentalisierung der Mensa-Veranstaltung gegen Andrea Hansen durch die Junge Union ist zügig als populistische Phrasendrescherei entlarvt, da die Bürgermeisterin als einzige eine Serie von Bürgerdialogen zu Sachthemen veranstaltet.“ Den ungestörten Auftritt von Steffen Peter, des Spitzenkandidaten der NPD zur Kommunalwahl 2013, bezeichnen die Jusos als „skandalös“ und „ein fatales Signal, gerade auch an junge Menschen“. In Deutschland herrsche unter den demokratischen Parteien der Konsens, rechtsextremen Politikern keine öffentliche Plattform zu geben. Davon rate auch die Bundeszentrale für politische Bildung ab. Weder Angela Merkel noch Sigmar Gabriel ließen sich auf Diskussionsrunden mit der NPD ein. „Wer sich die Unterdrückung und die Grenzen von 1937 zurückwünscht, hat im Dialog der Demokraten nichts zu suchen. Was in Uetersen geschehen ist, sollte sich nie mehr wiederholen“, sagte Lasse Ramson, stellvertretender Vorsitzender des Jusos Tornesch-Uetersen. Der Konsens der Demokraten müsse gewahrt bleiben. Sie dürften sich keinesfalls im Kampf für die Demokratie aneinander aufreiben, sagte er im Blick auf die Vorwürfe der JU.

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