zur Navigation springen

Freie Wahlgemeinschaft : Juniorpartner wagt mehr Opposition

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Freien Wahlgemeinschaft (FW) herrscht Konsens über den künftigen Kurs der Partei. Stärker als bisher will sich die Fraktion auf die Oppositionsarbeit konzentrieren und sich weiter gegen die CDU abgrenzen. So erneuerten führende Fraktionsmitglieder wie Ben Lodemann und Ralf Hübner während der Hauptversammlung am Freitag ihre Kritik an der „finanziellen Schieflage bei der Erschließung des Neubaugebietes Achter de Kark“ und am fehlenden Finanzierungskonzept für den Neubau einer Feuerwache.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2012 | 21:01 Uhr

„Bei diesen beiden Themen haben wir mal nicht mit der CDU gestimmt, und das hat für Unmut in der Unionsfraktion gesorgt“, sagte FW-Fraktionschef Michael Rahn. In dem Abstimmungsverhalten seiner Partei sieht er denn auch die Ursache für eine „Veränderung in der Qualität der Zusammenarbeit“. Das Verhältnis habe sich verschlechtert, und das sei schade. Maren Fischer gab sich dagegen kämpferisch: „Die CDU erwartet von uns wohlfälliges Juniorpartner-Verhalten. Aber die FW ist Opposition, und wir müssen entsprechende Arbeit leisten“. Das sei in den vergangenen Monaten gut gelungen, und nun werde die Partei wieder als eigenständig wahrgenommen.

Der Grundstein für die zukünftige Arbeit wurde während eines Strategie-Workshops in Hamburg gelegt. Die Mitglieder beschlossen nicht nur eine Überarbeitung des Internetauftritts, sondern wollen auch die „Montagstreffen“ der Partei, die allen politisch Interessierten offen stehen, neu strukturieren. Zukünftig wird jeweils ein Thema im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Fachkundige Gäste oder Betroffene sollen helfen, das Wissen um das Thema zu vertiefen und alle Seiten zu beleuchten.

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte soll eine Befragung unter Hetlinger Bürgern Klarheit darüber bringen, wie sie die Freie Wahlgemeinschaft wahrnehmen, welche kommunalpolitischen Themen sie interessieren und wie groß der Informationsbedarf der Bürger ist. Die Beteiligung wird online, aber auch in herkömmlicher Weise möglich sein. Die Koordinierung dieser und weiterer Aktionen wird die Aufgabe von Michael Wiest sein. Er ist neuer Parteichef und folgte Ben Lodemann nach, der das Amt vorzeitig aus Zeitgründen zur Verfügung stellte. Wiest bringt reichlich Erfahrung mit, er hat die Partei schon einmal geführt. Ralf Hübner bleibt stellvertretender Parteichef, Margit Tolle wurde im Amt der Schriftführerin bestätigt. Siehe auch Kasten unten!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert