Das Helgoländer Börteboot-Rennen : Jungs, ihr seid wahre Helden!

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Helgoländer Börteboote sind hochseetüchtig, etwa zehn Meter lang, drei Meter breit und rund acht Tonnen schwer. Denn sie bestehen aus massivem Eichenholz. Gewöhnlich wird ein Börteboot zum Ausbooten verwendet, also zum Personentransport vom großen Passagierschiff zur Insel.

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09. Juli 2012, 21:01 Uhr

Einmal im Jahr ist aber alles ganz anders. Dann werden die großen, schweren Nachen zu Rennbooten, die von zwölf kräftigen Ruderern (plus Schlagmann an der Pinne) angetrieben, 500 Meter durch die Wellen brechen. Die Regatta im Ruderboot vor Helgoland fand am Wochenende erneut statt. Zum neunten Mal dabei waren die Kameraden der Moorreger Feuerwehr, die sich wiederum auf die Fahnen geschrieben hatten, den Siegerpokal endlich einmal vom Felsen in die Gemeinde zu holen. In den vergangenen Jahren war das bereits dem TSV Seestermühe, den „Kutterpullern“, gelungen.

Und diesmal klappte es mit dem Sieg! Großer Bahnhof daher am Sonntag in Wedel. Pünktlich um 19.30 Uhr legte der Halunder Jet am neuen Anleger von Willkomm Höft an. An Bord die Männer, die insbesondere ihre Frauen stolz gemacht haben. Vier Tage ohne Schlaf, von Donnerstag bis Sonntag nur eisern trainiert und dann auch noch gewonnen! Klar, dass das einer Feuerwehr-Abordnung ein Ehrenspalier direkt vor dem Schulauer Fährhaus Wert war.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, Chef der Blauröcke, war gekommen, um zu gratulieren.

Und wie haben es die Jungs geschafft? Jeder wollte es als erster erfahren. Es gab etliche Trainingsläufe und zwei entscheidende Rennen. Beim Vorlauf war der härteste Konkurrent einmal mehr der TSV aus Seestermühe. Und die Männer aus der Marsch konnten sich dabei auch durchsetzen.

Doch im Finale, das die Moorreger Feuerwehr dank des zweiten Platzes beim Vorlauf erreicht hatte, kam es anders. Jetzt wurden die Kraftreserven mobilisiert. Erneut galt es, 500 Meter zu bewältigen. Die Gischt spritzte, die Wellen stellten sich den Ruderern in den Weg, und erneut war die Seestermüher Crew stark. Mit letzter Kraft gelang es den Moorregern, sich einen Vorsprung zu erkämpfen und diesen bis hinein ins Ziel zu verteidigen. Seestermühe war geschlagen, die Moorreger erschöpfte aber dennoch glückliche Sieger. Schade nur, dass man den Pokal im kommenden Jahr wieder abgeben müsse, so einer der Crewmitglieder. Für die Kameraden steht jedoch schon jetzt fest, dass sie „ihren“ Cup 2013 verteidigen wollen. Notfalls mit noch härterem Trainingsfleiß.

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