Freigesprochen : Junggesellen glänzten vor allem in der Schule

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Zur Feier des Tages standen auf der traditionellen und geöffneten Tischlerlade zwei brennende Kerzen: Am Sonnabend sind 19 Junggesellen der Tischlerinnung im Kreis Pinneberg mit der Freisprechung in ihr weiteres berufliches Leben entlassen worden. Unter ihnen sind auch zwei Frauen. Führende Vertreter der Innung und die Lehrer an der Berufsschule würdigten die jungen Leute als besonders charmant.

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19. Juli 2015, 21:20 Uhr

Aber es gab auch mahnende Worte, etwa von Innungsobermeister Uwe Pein, der die Junggesellen aufforderte, das Streben nach Gewinn nicht über die handwerkliche Ehre zu stellen. „Verhalten Sie sich ehrbar, fügen Sie sich in die Gemeinschaft ein und tragen Sie den Beruf in die Welt“, forderte er. Das Handwerk, so Pein weiter, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, soll heißen: Das Fortbestehen eines handwerklichen Betriebes muss von allgemeinem Interesse sein.

„Ohne das Handwerk gibt es kein geordnetes und von Wohlstand geprägtes Leben“, so der Chef der Tischlerinnung. Gleichzeitig appellierte er an die Betriebe, Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz auch zukünftig „nicht im Regen stehen“ zu lassen. Im Gespräch mit den Uetersener Nachrichten bezeichnete der Vorsitzende der Prüfungskommission, der Moorreger Tischlermeister Sven Waltemathe, den Jahrgang als durchschnittlich. Im theoretischen Teil der Prüfung seien die Leistungen besser gewesen als im praktischen Teil. Beste Gesamtnote war eine Drei, sie wurde gleich 13 Mal vergeben. Jahrgangsbester wurde Paul Stäcker, der schon im Innungswettbewerb „Die Gute Form“ durch sein Gesellenstück aufgefallen war. Er belegte den 2. Platz (UeNa berichteten). Mit Mathis Sparr und Marvin Skotarczak schafften zwei Junggesellen während ihrer Lehrzeit den Mittleren Schulabschluss.

Junggesellin Amela Bacher bekam nicht nur eine Belobigung für ihr ungewöhnliches Gesellenstück, ein Hängeregal aus Olivenholz in Form eines Apfels, sondern auch einen besonderen Dank der Berufsschule für ihr vorbildliches soziales und Lernverhalten. Sie hielt auch die Dankesrede.

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