Junge Union hebt Frauen an die Macht

Mit vier Frauen und vier Männern ist der neue Vorstand der Jungen Union Tornesch-Uetersen absolut paritätisch besetzt.
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Mit vier Frauen und vier Männern ist der neue Vorstand der Jungen Union Tornesch-Uetersen absolut paritätisch besetzt.

versammlungJulie Da Ronch ist neue Vorsitzende des Stadtverbands Tornesch-Uetersen / Radwege stehen auf der Agenda

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07. Dezember 2017, 16:05 Uhr

Da schafft der Stadtverband der Jungen Union (JU) Tornesch-Uetersen ausgerechnet das, woran in allen anderen politischen Gremien herumgemäkelt wird: Hier kommen Frauen an die Macht. Zu wenig aktive und politisch interessierte Frauen – nicht so bei den jugendlichen Christdemokraten, die Erkenntnis „zu wenig“ schafften die Mitglieder während der Neuwahlen ihres Vorstands auf ihrer Jahresversammlung im Tornescher Restaurant Lindenkrug gleich gründlich ab. So erhielt die neue Stadtverbandsvorsitzende Julie Da Ronch aus Uetersen das Glöckchen, das für Ruhe und Aufmerksamkeit sorgt, der jetzt Ex-Vorsitzende Justus Schmitt (kleines Foto), der als neuer JU-Kreisvorsitzender gekürt wurde, gratulierte seiner Nachfolgerin als einer der ersten.

Medizinstudentin Julie Da Ronch hatte sich mit der Überlegung vorgestellt, dass konservativ für sie nicht veraltet sei, sondern durchaus Innovationen bereit halte. So sei es für sie wichtig, die Toten und Vertriebenen beider Weltkriege an den entsprechenden Denkmälern hier vor Ort zu ehren. Auch bei Begriffen wie „Wintermarkt“ sei sie nicht dabei, sie gehe auf einen „Weihnachtsmarkt“. Weiter werde die ehemalige Ludwig-Meyn-Gymnasium-Schülerin sich dafür einsetzen, dass die Gymnasien im Lande erhalten bleiben und G9 überall wieder zum Abitur führe. Am Herzen lägen der jungen Dame im dunkelblauen festlichen Spitzenkleid außerdem die Präsenz in den sozialen Medien und die Unterstützung der hiesigen CDU-Kandidaten sowie die Einrichtung eines monatlichen Stammtisches für die Mitglieder und Interessenten der Jungen Union.

Ihre Vorschläge für den weiteren Vorstand wurden von den elf stimmberechtigten JU-Mitgliedern ohne Gegenstimme abgenickt. Svenja Cordts und Hendrik Krohn sind jetzt ihre beiden Stellvertreter, Schatzmeisterin ist Kiara Nowatzki und Job Meyer, Fabian Szehlke, Sonja Reinheiner, Leon Stark und Julian Werner sind die neuen Beisitzer.


Dank für und Hoffnung auf Unterstützung

Unter den Gratulanten waren CDU-Bundestagsabgeordneter (MdB) Michael von Abercron, der sich noch einmal für die Unterstützung der Jungen Union bei der Bundestagswahl bedankte. Auch der Tornescher Bürgermeister-Kandidat Bernhard Janz war zur Gratulation erschienen und hofft auf Mithilfe bei seiner Kandidatur für das angestrebte Amt, die jetzt auch offiziell genehmigt ist.

Fest gezurrt hat der neue Junge Union-Vorstand Tornesch-Uetersen in einem einhellig beschlossenen Antrag, womit sich die Mitglieder am dringlichsten beschäftigen werden. Und das betrifft vor allen Dingen die Radfahrer. Die benötigen, so der Stadtverband, einen besseren Übergang von der Wittstocker Straße in den Tornescher Weg, einen Ausbau des Fahrradwegs auf dem Abschnitt zwischen Tornescher Weg und Hebbelstraße sowie die Asphaltierung des Grandbereichs an der Wittstocker Straße. Weiter stehen in Uetersen die Sanierung der Radwege am Ostbahnhof und an der Klosterkoppel ab Sozialkaufhaus auf der Dringlichkeits-Agenda und es müssen die Radwege an der Kreuzung Kleiner Sand/ Jahnstraße und am Übergang Fußgängerzone/ Kleiner Wulfhagen auf unsichere Stellen überprüft werden. Außerdem fordert der Stadtverband eine „unverzügliche“ Fertigstellung neuer Fahrradstellplätze am Tornescher Bahnhof.

Einen neuen Radweg für etliche Millionen auf den Gleisen der Bahn zwischen Uetersen und Tornesch nur ein paar Meter vom jetzigen Radweg entfernt – wie von der SPD gefordert – lehnt die Junge Union rundweg ab. „Die Schienen werden für die Güterzüge, die die Feldmühle beliefern, dringend gebraucht“, so die örtliche Junge Union, die am liebsten auch eine Stadtbahn zwischen Tornesch und Uetersen einrichten würde.

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