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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:41 Uhr

Llive Music Now : Junge Stimmen im Seniorenheim

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude – das war eine prägende Erfahrung des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 21:36 Uhr

Er verstand Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft. Dieser Gedanke liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation „Live Music Now“ zugrunde. Live Music Now vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, und fördert dabei junge, besonders qualifizierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Die Musik soll Menschen zugute kommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können.

Die Annahme dabei: Das Musizieren gibt den Zuhörern Kraft und Trost und ist für den Musiker eine prägende, für eine erfolgreiche Karriere wichtige Erfahrung. Dieses große Erbe tragen die gemeinnützigen Vereine YEHUDI MENUHIN Live Music Now seit 1992 auch im deutsch- sprachigen Raum erfolgreich weiter. Die mittlerweile achtzehn deutschen Vereine organisieren kostenlos Konzerte für Menschen, die dauerhaft oder vorübergehend in Krankenhäusern, Altenheimen, Waisenhäusern, Strafanstalten, Hospizen oder anderen sozialen Einrichtungen leben. Für diese Menschen wird die Musik zur Brücke zum Leben und bietet Hilfe, wo Sprache versagt.

Live Music Now existiert auch in Hamburg. Durch Kontakte der dort Tätigen zum Senioren- und Pflegeheim „Haus am Rosarium“ konnten drei junge Nachwuchskünstler kürzlich ein klassisches Konzert vor den Bewohnern geben. Alle drei sind Studierende an der Hochschule für Musik in Hamburg.

Amber Breunis (Sopran), Tim Maas (Bariton) und Katerina Moskaleva (Klavier) entführten die Zuhörer in die Welt der (romantischen) Oper, wobei Vertrautes aus „Die Hochzeit des Figaro“, „Die Zauberflöte“ und auch „Tannhäuser“ erklang.

Sehr sinnlich vorgetragen wurde zudem das Eingangsstück von Henry Purcell, der Love-Song My dearest, my fairest. . .“, sodass sich die Künstler über einen Mangel an Applaus nicht beklagen konnten.

Im Seniorenheim hofft man nun auf ein baldiges Wiedersehen mit den geförderten Künstlern von Live Music Now.

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