zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 18:30 Uhr

Jubiläum : Jung und frisch mit 175 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gilden sind Körperschaften, also Zusammenschlüsse von Personen zu einem bestimmten Zweck. Sie dienten über viele Jahrhunderte hinweg dem Schutz und zur Förderung gemeinsamer Interessen. Insbesondere Kaufleute waren es, die solche Gilden gebildet hatten. Einige Gilden haben den Sprung in die Gegenwart geschafft. So die Uetersener Schützengilde (Schutz- und Trutzgilde) und die Mobiliengilde Uetersen. Diese feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 18:14 Uhr

Diese Uetersener Gilde entstand 1840 unter der Aufsicht des dänischen Königs Christian VIII.. Die Gründung erfolgte aus den Reihen der Schützengilde, die damals bereits 295 Jahre alt war. 1840 nannte sich die Mobiliengilde noch „Uetersener Feuerversicherungsverein“.

Die Zweckgemeinschaft befand sich Mitte des 19. Jahrhunderts in guter Gesellschaft. Hagel-, Sturmschaden- und Korngilden wurden ins Leben gerufen. Es waren Zusammenschlüsse, die auf der gegenseitigen Hilfe beruhten. Mitglieder konnten somit sicher sein, dass man ihnen, im Falle eines Schadens, helfen werde.

Die Erfahrung, dass insbesondere durch Feuerschäden ganze Familien ins Elend gestürzt werden konnten, führte ab Mitte des 15. Jahrhunderts im norddeutschen Raum zu ersten freiwilligen Zusammenschlüssen, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt.

Die „Mobiliengilde Uetersen, die heute von Ludwig Kelting, Gert Söhngen, Herta Claußen, Ute Doßler, Manfred Lorenzen und Heinrich Wehner geführt wird, ist nach wie vor sehr „lebendig“ und im Ernstfall für ihre Mitglieder da. Organisiert ist die Uetersener Gilde nebst weiteren 80 Gilden unter dem Dach des Verbandes der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Im Umkreis der Rosenstadt sind das zum Beispiel die Seestermüher Kätner-Brandgilde von 1572 und die Seestermüher-Haseldorfer Mobilien-, Vieh- und Korngilde.

Die Mobiliengilde Uetersen konzentriert sich ausschließlich auf die Versicherung des Hausrats. Derzeit gibt es rund 630 Versicherte, die Versicherungssumme beträgt mehr als 45 Millionen Euro. Keine Versicherung ohne Rückversicherung! Das gilt auch im Fall des „Geburtstagskindes“.

Die Uetersener sind über den Kieler Rück-Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit vor einer eventuellen Pleite geschützt. Seinen Hausrat versichern lassen kann, wer in Uetersen und Umgebung wohnt (Elmshorn, Pinneberg, Wedel zum Beispiel). Die Versicherungsprämie beträgt ein Promille der Versicherungssumme.

Aus Anlass ihres 175-jährigen Bestehens hat der Vorstand eine Tombola organisiert, bei der drei Sachpreise im Gesamtwert von 1750 Euro vergeben wurden. Die Ziehung erfolgte unter notarieller Aufsicht.

Die Sachpreise sollen nach Ermessen der Gewinner in Sicherheitstechnik für die Wohnungen investiert werden.

Gewonnen haben Hans-Jürgen Waubke, Moorrege (750 Euro), Dörte und Martin Klinck (Uetersen, 500 Euro) und Ingrid und Lorenz Feber (Uetersen, 500 Euro).

Der Vorstand beglückwünschte die Gewinner und freut sich mit allen Mitgliedern, dass die Gilde auch nach 175 Jahren selbstbewusst in die Zukunft schauen kann. „www.mobiliengilde-uetersen.de“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert