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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 12:50 Uhr

Fußball : Jugendspiel abgebrochen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vor allem im Süden Hamburgs kommt es leider immer wieder dazu, dass Fußballspiele im Amateur- und Jugendbereich abgebrochen werden müssen. Dafür sorgen unschöne Szenen wie verbale oder sogar tätliche Angriffe von Zuschauern, von Spielern untereinander oder von Spielern gegen den Schiedsrichter. Am vergangenen Sonnabend gab es leider auch im Kreis Pinneberg einen Spielabbruch: Schiedsrichter Gareth Rohmann (TSV Holm) beendete das A-Junioren-Landesliga-Spiel zwischen der 1. A-Jugend des Hetlinger MTV und dem SC Hamm 02 beim Stand von 1:0 nach 63 Minuten vorzeitig.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 19:12 Uhr

Von Beginn an herrschte im Deichstadion auf dem Platz eine gewisse Unruhe. Die Gäste-Spieler taten sich schwer damit, Rohmanns Entscheidungen zu akzeptieren, ohne Widerworte zu geben. Die Hetlinger waren überlegen und gingen kurz vor der Pause in Führung, als Jan Wenzel einen 18-Meter-Freistoß zum 1:0 verwandelte (40.). Auch nach der Pause hatten die Hausherren Vorteile; vor allem über den schnellen Finn Lüneburg und Domink Zink hatten sie einige aussichtsreiche Angriffe.

Dazu, dass es auf dem Platz immer unruhiger wurde, trugen auch einige Spieler der 1. Hetlinger Herren bei, die als Zuschauer neben der HMTV-Trainerbank standen. Als sie bei Einwürfen und Fouls der Gäste wiederholt lautstark reklamierten, was die Hammer natürlich nicht ohne Antwort auf sich sitzen ließen, schritt Rohmann ein und schickte die Zuschauer weg vom Spielfeldrand auf den angrenzenden Deich. „Unsere Anhänger haben die Anweisungen des Schiedsrichters befolgt“, berichtete Reiner Plüschau, Trainer der HMTV-A-Jugend.

Als Rohmann für ein Foul eine Fünf-Minuten-Strafe gegen einen Hammer verhängte, drehte sich dieser um und schoss wütend den Ersatzball gegen einen Flutlichtmast. Dafür zeigte ihm Rohmann die Rote Karte, was die Gäste endgültig in Rage brachte. Der in Uetersen lebende Rohmann sah sich plötzlich sechs SCH-Spielern gegenüber, die ihn bedrängten und nach dem Grund für die Rote Karte fragten. „Es sind einige böse Worte gefallen“, stellte Plüschau fest. Rohmann pfiff die Partie daraufhin ab und ging in seine Schiedsrichter-Kabine. Nach etwa fünf Minuten kamen beide Trainer zum Referee und fragten, ob er das Spiel noch fortsetzen wolle. „Ein Spielabbruch ist für mich ein Spielabbruch“, blieb Rohmann, der derartige Szenen in seiner siebenjährigen Schiedsrichter-Karriere noch nie erlebte, bei seiner Entscheidung. „Wir gehen davon aus, dass der Hamburger Fußball-Verband das Spiel für uns wertet“, so Plüschau, der betonte: „Eine Neuansetzung wäre eine klare Benachteiligung für uns – und wir haben den Spielabbruch nicht verursacht!“

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