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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:09 Uhr

Aufklärung : Jugendschutz in zehn Sprachen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreis Pinneberg reagiert auf die zunehmenden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz durch Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien mit der Neuauflage der Jugendschutzbroschüre. Der Text wurde in zehn Sprachen verfasst. Das Jugendschutzgesetz regelt etwa, wie lange sich Minderjährige in Bars und Discos aufhalten dürfen, die Abgabe von Alkohol an Minderjährige und die Nutzung von nicht altersgerechten Computer- und Konsolenspielen. „Ziel der Broschüre ist es, insbesondere Menschen anderer Nationalitäten das Gesetz näher zu bringen“, sagte Christine Berg vom Jugendschutz des Kreises Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 19:42 Uhr

Fast jeder wisse um die Existenz des Gesetzes, aber fast keiner kenne seinen Inhalt. „Wir treffen bei unseren Kontrollen immer wieder auf Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, in denen es entweder gar keinen Jugendschutz gibt oder gänzlich andere gesetzliche Vorgaben“, sagte Jugendschützer Jörn Folster. Diese Wissenslücke soll nun geschlossen werden. Gleichzeitig gehe es aber auch darum, den erzieherischen Auftrag des Jugendschutzgesetzes in Erinnerung zu rufen, und da seien die Eltern gefordert.

Das neu aufgelegte, dünne Heft im Hosentaschenformat fasst die wichtigsten Vorgaben des Gesetzes in Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi (Iran) Französisch, Kurmandschi (Kurdisch), Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch zusammen. Auch graphisch werden die Regeln dargestellt: Das grüne Symbol zeigt, was der Gesetzgeber erlaubt, das Rote steht für ein gesetzliches Verbot. Ergänzt werden die Ausführungen durch den Hinweis, dass Eltern nicht alles erlauben müssen, was das Gesetz gestattet.

„Behilflich sein können wir sicherlich bei den rein gesetzlichen Vorgaben. Jugendschutz ist aber ebenso eine erzieherische Verantwortung, die von Erwachsenen und Gewerbetreibenden gleichermaßen wahrgenommen werden muss, um Kinder und Jugendliche egal welcher Nationalität zu schützen“, sagte Christine Berg. Die Broschüre gibt es ab sofort kostenlos in der Kreisverwaltung Elmshorn, in allen Rathäusern und Amtsverwaltungen.

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