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Spendenprojekt : Jugendring bringt die Vereine auf die Straße

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit vielen Jahren setzt der Landesjugendring auf gezielte Spendensammlungen, um die Jugendarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten über die Förderung durch die öffentliche Hand hinaus weiter entwickeln zu können. Jetzt hat der Geschäftsführer des Pinneberger Kreisjugendringes (KJR), Ingo Waschkau, die Vereine und Initiativen zur Teilnahme aufgerufen.

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erstellt am 10.Apr.2016 | 17:40 Uhr

Geld sammeln für die eigenen Projekte – das ist das Ziel dieser Aktion, die landesweit unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Klaus Schlie steht und an der sich jedes Jahr um die 280 Gruppen beteiligen. „Das Sammeln hat aber auch einen pädagogischen Effekt, denn wir strengen uns für unsere Anliegen an“, sagte die Geschäftsführerin des Landesjugendringes (LJR) Schleswig-Holstein, Anne-Gesa Busch, die bei einem Treffen in der Barmstedter Jugendbildungsstätte für die Initiative warb. Außerdem werde Jugendarbeit sichtbar. Die Erträge der Aktion „Jugend sammelt für Jugend“, die vom 13. Mai bis 9. Juni läuft, verbleiben zu 80 Prozent bei den Jugendgruppen und Kreisjugendringen vor Ort. 20 Prozent bekommt der Landesjugendring zur Finanzierung von Aus- und Fortbildungen sowie für internationale Jugendprojekte. 2015 kamen in Schleswig-Holstein 280000 Euro zusammen, ein Ergebnis, das der Landesjugendring gerne erneut erreichen möchte.

„Ohne die Spenden könnten viele Jugendfreizeiten, Kurse für Jugendleiter und andere Aktivitäten der Jugendarbeit nicht finanziert und durchgeführt werden“, sagte LJR-Vorsitzende Alexandra Ehlers. Eine Einschätzung, die auch der KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau teilt. „Die staatliche Förderung reicht schon lange nicht mehr aus, um beispielsweise alle Kinder mit auf eine Jugendfahrt zu nehmen“, sagte er. Die Kosten für die Gruppenfahrten seien in den vergangenen Jahren „extrem gestiegen“, die Höhe der Zuschüsse allerdings 2005 zuletzt angepasst worden. „Viele Familien können sich die Fahrten einfach nicht mehr leisten“, sagte Ingo Waschkau, der den Kreis Pinneberg aufforderte, über eine Erhöhung der Förderung nachzudenken. Allerdings sei auch die Spendensammlung eine hervorragendes Instrument, die Jugendfreizeiten auf eine finanziell stabilere Basis zu stellen. „Warum nicht einfach dafür sammeln?“

Im vergangenen Jahr war die Beteiligung Kreis Pinneberger Vereine und Initiativen eher schlecht. Nach dem Willen auch von KJR-Chef Andreas Dirbach soll das in 2016 anders werden. „Es wäre doch zum Beispiel denkbar, direkt an eine Firma heranzutreten und um Spenden zu bitten“, sagte er.

Koordinator für die Aktion beim KJR ist Simon Schütt (kl. Foto). Er gibt unter der Nummer 04123/900266 gerne Auskunft über die Voraussetzungen und die notwendigen Unterlagen, die auch auf der Homepage zu finden sind.

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