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Kinder- und Jugendbeirat : Jugendliche wollen mitgestalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einen Seniorenbeirat als Interessenvertretung der älteren Generation gibt es in Tornesch seit 21 Jahren. Eine gewählte Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche jedoch seit Jahren nicht.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 22:02 Uhr

Was jedoch nicht heißt, dass Kinder und Jugendliche nicht in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse einbezogen worden wären. So wurden die damaligen Planungen zum Außengelände der Klaus-Groth-Schule mit Kindern und Jugendlichen diskutiert und bei der Neugestaltung von Spielplätzen die Wünsche von Kindern und Jugendlichen erfragt und berücksichtigt. Die Einbeziehung der jungen Tornescher erfolgte durch das Jugendzentrum in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Dienste in der Verwaltung.

Doch nun haben sich, angeregt durch die Gründung eines Jugendbeirates in der Nachbarstadt Uetersen, auch in Tornesch Kinder und Jugendliche gefunden, die an der Gründung einer Interessenvertretung der jungen Generation interessiert sind. Wie zum Beispiel der 19-jährige Thorge Huß oder der 18-jährige Falk Centner. Beide fahren täglich nach Elmshorn zur Schule und sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. „Das Thema Verbesserung der Tornescher Bahnanbindung ist auch ein Thema, das Kinder und Jugendliche betrifft und interessiert. Eine gewählte Interessenvertretung könnte sich Gehör zu diesem Thema verschaffen“, so Falk Centner. Auch der Wunsch der jungen Tornescher nach einer Disco oder einer Art Jugendcafé könnte über einen Kinder- und Jugendbeirat artikuliert werden, sind sich Sophia Bartelsmeier (14) sowie die 18-jährigen LMG-Schüler Adrian Knop und Eric Jäger sicher. Zu ihrem ersten Zusammentreffen mit weiteren an der Gründung eines Kinder- und Jugendbeirates Interessierten hatten die Jugendlichen Niklas Ziehm vom Uetersener Jugendbeirat eingeladen, um Tipps zu erhalten. Ziel ist nun, über Facebook, Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda Tornescher Kinder und Jugendliche für die Gründung einer Interessenvertretung mit Rede- und Antragsrecht zu Entscheidungen der Politik und Verwaltung zu begeistern. Bis zu 15 Kinder und Jugendliche können in den Beirat gewählt werden. So viele Mitstreiter gibt es noch nicht, deshalb sind Interessierte ab dem 12. Lebensjahr herzlich willkommen, sich einzubringen.

„Den Jugendlichen sollte mehr Gehör verschafft werden“, so Reinhard Nürnberg. Der CDU-Politiker erachtet es für wichtig, auf die junge Generation zuzugehen und sie miterleben zu lassen, dass ihre Meinung zählt. Deshalb hatte er in seiner Nachbarschaft Jugendliche angesprochen, ihnen einen ersten Gedankenaustausch über die Gründung eines Beirates ermöglicht und Unterstützung zugesagt.

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