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Projekt in Uetersen : Jugendliche drehen Präventionsfilm

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zusammenarbeit von Stadtjugendpflege und ATS-Suchtberatung Tornesch-Uetersen. Vermittlung von Medienkompetenzen.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Uetersen | Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtjugendpflege und der ATS-Suchtberatung Tornesch-Uetersen bei Präventionsprojekten hat gute Tradition. So wurden in den vergangenen Jahren auch Filmprojekte gemeinsam mit Jugendlichen zu Themen wie Alkoholkonsum, Mobbing, Spielsucht oder Mediensucht verwirklicht. Auch in diesen Tagen drehen acht Jugendliche einen Film, in dem sie vor und hinter der Kamera stehen und in dem es um das Thema Alkoholmissbrauch geht.

Unterstützt werden sie dabei von Stadtjugendpfleger Jörg Hitz, der für Uetersen auch Suchtpräventionsarbeit an der ATS Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen leistet, und dem Medienpädagogen Turgay Ugur. Der 60-Jährige hatte bereits die vorangegangenen Filmprojekte begleitet und stellt auch diesmal sein Wissen und sein professionelles Equipment von der Kamera über Beleuchtung und Ton bis hin zum Computer mit spezieller Software für den Filmschnitt zur Verfügung. Vorwiegend wird das Projekt durch den Verein „Menschen helfen Menschen in Uetersen“, der sich für Menschen in Not und für Prävention durch die Förderung der Bildung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, finanziert.

„Wir haben als Filmprojekt wieder das Thema Alkohol ausgewählt, weil unser erster Film zu diesem Thema bereits 2012 gedreht wurde. Wir zeigen den Film in weiterführenden Schulen im Rahmen von Präventionsarbeit. Mehr als 3000 Schüler aus der Region haben den Film gesehen. Er ist nun etwas in die Jahre gekommen und so haben wir uns entschieden, einen neuen Film mit Jugendlichen zu erarbeiten“, berichtet Hitz.

Über die Stadtjugendpflege wurden vier Mädchen und vier Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren für eine Teilnahme an fünf Ferientagen von jeweils sechs bis acht Stunden begeistert. „Wir vermitteln mit dem Projekt Medienkompetenz im umfassenden Sinn“, so Hitz. So haben die Jugendlichen die Idee für die Story selbst erarbeitet, die Rollen verteilt, ein Drehbuch geschrieben und die Drehorte und Requisiten ausgewählt. Sie agieren als Darsteller oder Regisseur und lernen, eine professionelle Kamera für verschiedene Einstellungen zu bedienen. Konzentriertes Arbeiten hat Priorität, denn innerhalb von fünf Tagen soll ein etwa achtminütiger Film auf DVD vorliegen, von dem dann jeder Mitwirkende eine Kopie erhält.

Ausgedacht haben sich die Jugendlichen aus drei erarbeiteten Varianten eine Handlung, in der eine Jugendliche bei Partys zu viel trinkt und dadurch auffällig wird. In einem anderen Handlungsstrang versucht ein Jugendlicher Mitglied einer Klicke zu werden, muss dafür aber Alkohol besorgen und gerät dadurch in Schwierigkeiten. Gedreht wird in einem Raum des alten Jugendzentrums in Uetersen und im Rosarium, aber auch an Privatorten der Teilnehmer.

„Ich freue mich, dass ich hier mitmachen und lernen kann, wie man eine Profikamera bedient“, betont der 13-jährige Tim aus Tornesch. Er besucht wie die meisten anderen Teilnehmer die Rosenstadtschule Uetersen und möchte am liebsten nur hinter der Kamera stehen. Den 14-jährigen Velten hingegen reizt, als Ideengeber und Darsteller mitwirken zu können. Er betont:. „Ein Drehbuch selber zu schreiben, hat schon Spaß gemacht.“ Dass sie Interesse am Schauspielern haben, es ein Projekt von Schülern für Schüler und das Thema des Filmprojektes wichtig ist, führen Kaja (15) und Lisa-Marie (14) für ihre Entscheidung, sich zu beteiligen, ins Feld. „Wir haben den ersten Präventionsfilm zum Thema Alkohol an unserer Schule gesehen und viel darüber diskutiert, wohin es führen kann, wenn man zu viel trinkt“, betonen die beiden Mädchen. Der kritische Film zum Thema Alkohol, an und in dem sie mitwirken, hat zwei Schlussszenen: ein positives und ein negatives Ende. „Die beiden Varianten dienen als gute Diskussionsgrundlage mit den Jugendlichen im Rahmen der Präventionsarbeit an den Schulen“, so Jugendpfleger Hitz.

Eltern und Freunden der Mitwirkenden an dem Filmprojekt und weiteren Interessierten wird der Film voraussichtlich in Zusammenarbeit mit dem Burgkino noch in diesem Jahr gezeigt.

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