zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:50 Uhr

Einzigartig : Jugendfeuerwehren ziehen an

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das ist landesweit einzigartig: Der Kreis Pinneberg wird bald die erste Region in Schleswig-Holstein sein, in der jede Freiwillige Feuerwehr eine eigene Jugendabteilung hat oder an einer beteiligt ist.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2012 | 21:16 Uhr

Der letzte weiße Fleck auf der Landkarte wird am Sonnabend, 5. Mai verschwinden. Dann wollen die Blauröcke in Brande-Hörnerkirchen und Osterhorn die 34. Jugendfeuerwehr im Kreis gründen. Insgesamt gibt es dort 50 Freiwillige Feuerwehren.

„Das ist absolut toll, was die da geschaffen haben“, sagte Matthias Berendt, Stellvertreter des Landesjugendfeuerwehrwarts. Dieser Erfolg sei zum einen durch die Struktur des Kreises Pinneberg mit großen Ortschaften und gut besetzten Feuerwehren begünstigt. In anderen Regionen gäbe es über die Dörfer verteilt 150 kleine Gruppen von Brandschützern. Die Entwicklung sei aber auch maßgeblich dem Einsatz des Kreisjugendfeuerwehrwarts Lorenz Groth zu verdanken.

Der nahm am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr in Ahrenlohe seinen Hut. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs verabschiedete sich der 52-Jährige aus seinem Amt. Grund: „Ich möchte ein bisschen mehr Zeit für Familie und Freunde haben“, sagte der dreifache Vater in der Kreisfeuerwehrzentrale. Außerdem trat er Ende Januar den Posten des Wehrführers von Borstel-Hohenraden an. Zum neuen Kreisjugendfeuerwehrwart ist Brandmeister Ernst-Niko Koberg gewählt worden. Der 52-Jährige Heistmer erreichte ein Wahlergebnis, das in der sechsjährigen Amtszeit des Schriftwarts Alexander Supthut einmalig ist: Alle 72 Delegierten stimmten für den Kandidaten. Koberg ist seit zwölf Jahren Feuerwehrmann. Vor vier Jahren gründete er zusammen mit anderen die Jugendfeuerwehr Heist, die er seither leitet. Auch beruflich arbeitet der zweifache Vater mit jungen Menschen zusammen. Bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein/Pinneberger Verkehrsgesellschaft (VHH PVG) betreibt er das Marketing für Kinder und Jugendliche. Er veranstaltet zum Beispiel Geburts- und Erlebnistage. Drei Jahre lang war Koberg bereits stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. Die Jugendfeuerwehren im Kreis Pinneberg verzeichnen einen regen Zulauf. Dazu trugen Aktionen wie das Zeltlager Airpor 112 in Tornesch mit mehr als 1000 Teilnehmern bei. 2011 wurden 152 Jugendliche aufgenommen. 45 stiegen in die aktiven Feuerwehren auf. Abzüglich einiger Wohnortwechsel stieg die Mitgliederzahl um 1,4 Prozent auf 678, darunter sind 145 Mädchen. In 16 Orten wollen sogar mehr Kinder in die Feuerwehren eintreten, als es Plätze gibt. „Aber zufrieden können wir erst sein, wenn alle 33 Jugendfeuerwehren über eine Warteliste verfügen“, sagte Groth.

Wahlen Nicht nur der Posten des Kreisjugendfeuerwehrwarts wurde während der Versammlung in Ahrenlohe neu besetzt. Ernst-Niko Koberg trat dieses Amt an. Zu seinem zweiten Stellvertreter wurde Torsten Biermann aus Barmstedt gewählt, zum Kreisjugendgruppenleiter Hans Rüpcke aus Schenefeld, zum Schriftwart Jan Heitmann aus Prisdorf. Robin Thießen aus Wedel ist in seinem Amt als Pressewart bestätigt worden. (jhf)

Ehrungen

Für Lorenz Groth und Alexander Supthut war die Versammlung in zwei Hinsichten ein besonderes Ereignis. Beide schieden aus Ämtern aus, beide wurden geehrt. Der Kreisjugendfeuerwehrwart Groth erhielt mit der Leistungsspange in Gold die höchste Auszeichnung der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren. Supthut wurde für sein sechsjähriges Engagement als Schriftwart die Leistungsspange in Silber überreicht. (jhf)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert