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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 20:40 Uhr

75 Jahre : Jubiläum des DRK-Moorrege

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Beim Moorreger DRK stellt man sich den historischen Wurzeln, betont aber auch die Neuorientierung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die jetzige Bedeutung für das soziale Leben im Dorf. Am kommenden Sonntag wird mit einem Empfang das Jubiläum gefeiert.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 19:47 Uhr

Denn 1938, also vor 75 Jahren ist die Ortsgemeinschaft in Moorrege ebenso wie in vielen anderen Kommunen als Teil der Kriegsvorbereitung gegründet worden. Zuvor waren die freien Wohlfahrtsverbände von den Nationalsozialisten gleichgeschaltet worden. Wie bei der NSDAP galt auch beim Roten Kreuz das „Führerprinzip“.

Zum ersten Vorsitzenden wurde der Lehrer Friedrich Büller gemacht. Bekannt sind aus dieser Zeit die Personen, die den ersten Vorstand bildeten. Ferner gab es damals drei Unfallhilfsstellen in Moorrege. Weitere aussagekräftige Aufzeichnungen aus dem „Tausendjährigen Reich“ sind nicht überliefert.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete auch das Aus für dieses Rote Kreuz. Doch bereits 1950 wurde in Moorrege an der Neugründung gearbeitet. Denn zu den klassischen karitativen Aufgaben waren weitere hinzugekommen, wie der Personensuchdienst, die Betreuung von Flüchtlingen und die Verteilung von Lebensmittel- und Kleiderspenden. Lehrer Büller sollte diese Aufgabe übernehmen, doch aus gesundheitlichen Gründen war er dazu nicht in der Lage. Hermann Wilke und Claus Sievers kümmerten sich um den Neubeginn. 1952 wurde der erste Vorstand mit Wilhelm Rosner an der Spitze gewählt, doch erst 1955 erfolgt die Vereinsgründung, initiiert von dem damaligen Leiter des Amtes Moorrege, Ernst Stahl, damals Amtsschreiber genannt.

Zahlreiche Aktivitäten entfalteten die Rotkreuzler. Mütter- und Kinderverschickungen wurden organisiert sowie hilfsbedürftige Moorreger und Aussiedler unterstützt. Anpacken war auch bei der Sturmflut 1962 angesagt.

Vorsitzende waren Irmgard Matthei, Frau Konsul Voß, Erna Lehmann, Waldemar Plewig, Hilde Plettenberg und Joachim Batschko. Letztgenannter übernahm 1988 den Chefsessel, hat ihn noch heute inne und prägte die Tätigkeiten wesentlich.

Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich die DRK-Arbeit. Heute steht die Seniorenbetreuung im Vordergrund, etwa mit dem monatlichen Kaffeenachmittag, Ausfahrten, Festen und plattdeutschen Theaterabenden. Vier Blutspendeaktion werden jährlich organisiert und das Helferteam ist bei Veranstaltungen im Ort aktiv, etwa beim Promenadenkonzert mit der KlassikPhilharmonie.

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