Don Kosaken Chor Sergej Jaroff : Jubel nicht nur für Abendglocken

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Da hat sich der Hetlinger Männergesangverein „Eintracht“ einen Traum erfüllt und damit auch einen Traum von rund 400 Menschen aus Hetlingen und Umgebung, denn die applaudierten, jubelten, trampelten und pfiffen vor Begeisterung in der Mehrzweckhalle einem der berühmtesten Chöre der Welt zu: Den Don Kosaken, die heute noch in der Tradition ihres Gründers und ehemaligen Leiters Sergej Jaroff die gesamte russische Seele stimmgewaltig erklingen lassen.

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04. Mai 2015, 21:27 Uhr

„Eintracht“-Vorsitzender Rainer Sievers schilderte bei seiner Begrüßung bei der „Konzertgala 2015“ wie es ihm gelungen war, seinen anfangs als „größenwahnsinnig“ erschienenen Wunsch, den weltberühmten Chor ausgerechnet in die kleine Marschgemeinde hinter dem Elbdeich zu holen.

2013 begann er, seinen 2012 entstandenen Wunsch in die Tat umzusetzen und rief mit schlotternden Knien bei der Agentur der Don Kosaken an. „Kein Problem“, sagte die, „aber einen Termin haben wir erst 2015 frei“. „Kein Problem“, so Sievers, „Wir können warten.“

Und alle Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Männer der „Eintracht“ wuchsen bei der Eröffnung des Konzertes mit dem „Benedictus“ und besonders dem „Sanctus“ geradezu über sich selbst hinaus. Großartig hatte Chorleiter Olaf Polenske das Programm mit sakralen Liedern auf das Programm der Don Kosaken abgestimmt. Auch die Hetlinger Damen, die „Marsch Mel(l)os“, haben ihr Bestes mit zwei Spirituals gegeben. Und dann rissen die Don Kosaken, 13 Männer und der ganz sparsam agierende Dirigent in ihren schwarzen Kitteln und den Hosen mit den roten Streifen an den Seiten das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Wer schon einmal eine der vielen Kopien der Don Kosaken gehört hat, spürte schon bei den ersten Tönen den Unterschied: Hier singen wahre Könner. Stimmgewaltig, jede einzelne Stimme der Tenöre, Baritone und Bässe als Solisten einsetzbar, ungeheuer präzise und in ihrer Vielfalt nachdrücklich beeindruckend.

Ein sonntäglicher Nachmittag, der bestens organisiert, bei sicherlich nahezu allen Besuchern noch lange nachklingen wird.

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