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Kommunalwahl in Uetersen : Jubel bei den Grünen – mit 4 Mandaten dabei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie bewerten die Parteien den Ausgang der Wahl? Die UeNa haben noch am Wahlabend nachgefragt.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 19:48 Uhr

„Wir haben unser Wahlziel erreicht und sind ganz klar Wahlsieger,“ sagte Andreas Stief, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten.

„Wir haben es geschafft, auf Augenhöhe mit der SPD zu kommen. In schwierigen Zeiten haben wir mit schwierigen Themen sieben Wahlkreise direkt gewonnen. Das Ziel, stärkste Fraktion zu werden, haben wir nur um 31 Stimmen verfehlt. Für mich steht ganz klar fest, dass der Wähler inhaltliche Arbeit honoriert hat. Der FDP hat ihr Regensteuerthema nichts genützt, und es reicht auch nichts, wenn man morgens um 6 Uhr Kaffee ausschenkt oder Plätzchen backt wie die BfB. Wir haben unsere politische Kompetenz eingesetzt.“ „Es spricht auch Bände, dass wir der Bürgervorsteherin den Wahlkreis abgenommen haben, so Andreas Stief weiter.

Die FDP gab sich hingegen zerknirscht: „Wir sind ziemlich enttäuscht von dem Ergebnis. Ich danke meinen Mitstreitern für die Arbeit der vergangenen Jahre und unseren Wählern dafür, dass sie für uns votiert haben. Und ich bin heilfroh, dass wir es alle gemeinsam geschafft haben, die NPD rauszuhalten“, so Rolf Maßow, bislang FDP-Fraktionsvorsitzender und ab jetzt wieder „Einzelkämpfer“ der Liberalen.

Jubel gab es natürlich bei den Grünen: „Es ist ein grandioses Ergebnis, aus dem Stand heraus vier Mandate errungen zu haben. Wir hoffen, in den kommenden fünf Jahren einen bürgernahen Politikstil durchsetzen zu können“, so Bernd Möbius, der für die Grünen als vierter in den Rat rutschte.

„Wir haben unser Wahlziel erreicht. Wir wollten die NPD verhindern, und wir haben die meisten Wählerstimmen auf uns vereinen können“, so SPD-Fraktionschef Ingo Struve. Damit sei nicht unbedingt zu rechnen gewesen, weil die Grünen angetreten seien. Auch Struve dankte „seinen“ Wählern. „Was mich freut ist, dass wir drei Frauen in der Fraktion haben, die noch unter 36 sind.

Und die BfB: Die Wählergemeinschaft zeigte sich „ein bisschen“ enttäuscht über den Wahlausgang. „Wir hatten zumindest mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2008 gerechnet“, so BfB-Fraktionschef Hans Dieter Witt. Allerdings war auch die BfB froh darüber, dass es der NPD nicht gelungen ist, in die Ratsversammlung einzuziehen.

Über die schwache Wahlbeteiligung vor Ort jedoch darf niemand jubeln. Sie lag in Uetersen bei schlappen 42,97 Prozent.

Die Politiker werden sich fragen lassen müssen, was sie tun können, um diesen rückläufigen Trend zu stoppen.

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