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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:31 Uhr

Fußball : Jopp und das Murmeltier

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem ein Mann in einer Zeitschleife festhängt und jeden Tag dasselbe erlebt, verlaufen momentan die Wochenenden von Ingo Jopp. Der Trainer sah am vergangenen Sonntag zum dritten Mal in Folge einen couragierten Auftritt seiner 1. Herren des TSV Heist: „Die Moral stimmt, ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen“, sagte Jopp, der aber auch nach dem dritten Punktspiel im Jahr 2015 mit leeren Händen dastand. Nach den torreichen Niederlagen gegen Lieth II (4:5) und bei Hörnerkirchen (3:4) verloren die Heistmer nun mit 0:1 gegen Gencler Birligi Elmshorn.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 21:40 Uhr

„Dabei haben unsere Spieler alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, klagte Jopp. Die Hausherren agierten aus einer gesicherten Defensive heraus immer wieder mit langen Bällen, die beispielsweise TSV-Torwart Klaas-Gerrit Both weit nach vorne schlug. „Das hat vor allem in der Anfangsphase immer wieder gut funktioniert“, lobte Jopp. Einziges Manko war, dass die Heistmer ihre guten Torchancen nicht nutzten. Bei den ersten beiden Gelegenheiten verstolperte Marc Richert den Ball (7., 17.), was allerdings auch dem Platz geschuldet war, der in einem katastrophalen Zustand war.

Als ein Richert-Schuss sehr wahrscheinlich im Tor gelandet wäre, stand sein Mitspieler Hauke Suhl im Weg und blockte den Ball versehentlich ab. Und als Richert in der 31. Minute erneut frei vor Sven Schulz auftauchte, bekam er die Kugel nicht am Gencler-Keeper vorbei. Dann köpfte Suhl nach einem Eckstoß nur knapp am langen Pfosten vorbei (33.). Auf der Gegenseite trafen die Elmshorner nach einer Ecke, doch Schiedsrichter Axel Kahl (Holsatia/Elmshorner MTV) hatte zuvor eine Abseitsstellung gesehen, weshalb das Tor nicht zählte.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie zunächst. „Die Gencler-Spieler sind immer nervöser geworden und haben sich gegenseitig angemeckert“, so Jopp, der für Philipp Scharrel und Jannik Ossenbrüggen ein Sonderlob parat hatte: „Sie haben im zentralen Mittelfeld eine hervorragende Leistung gezeigt!“ Als Gencler-Spieler Mustafa Coban sich zunächst ein hartes Foul an Adrian Prieto leistete und dann hochsprang, um den TSV-Stürmer umzuschubsen, bekam er die Rote Karte (82.).

In Überzahl wurden die „Heistmer Jungs“ noch offensiver – und von den Gästen eiskalt ausgekontert, als Nihat Meric das 0:1 gelang (84.). Im Bemühen, zumindest noch einen Punkt zu retten, zielte Claus Riedemann nach einem Alleingang knapp vorbei (87.) und hatte dann auch Pech, dass sein finaler Freistoß noch abgefälscht wurde und deshalb neben dem Pfosten ins Tor-Aus ging (89.). „Das war wieder eine ganz, ganz bittere Niederlage“, klagte Jopp.

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