Tradition : Johanni mit Gottesdienst und Feuer

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„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Dieser Spruch wird Johannes, dem Täufer, nachgesagt. Und von diesem leitet sich Johanni ab. Um den längsten Tag des Jahres gefeiert, genau: am 24. Juni. Der Täufer meinte mit „Er muss wachsen“ Jesus Christus, mit dem nach biblischer Überlieferung Maria schwanger war. Er selbst werde dadurch an Bedeutung verlieren.

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13. Juni 2014, 19:15 Uhr

Der Tag Johanni, drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten (Christi Geburt), wird seit vielen Jahren auch in Uetersen gefeiert. Von der Klosterkirchengemeinde, zunächst mit einem Gottesdienst im spätbarocken Gotteshaus und anschließend auf dem Burgplatz, auf dem ein Feuer entzündet wird.

Pastorin Kirsten Ruwoldt ist es gelungen, viele zu begeistern, am Geschehen mitzuwirken. So die Kinderchöre, die unter der Leitung von Christiane Haar auftreten, die Jugendfeuerwehr, die die Flammen kontrollieren und das Ehepaar Testorf, das kesselfrische Würstchen verteilt. Das kostenlose Angebot wurde aufgrund von Spenden möglich.

Schließlich wirkt auch Rabe Leo mit, der vorlaute Vogel der Pastorin. Insbesondere Kinder haben ihn in ihr Herz geschlossen. Vor allem dann, wenn er wieder einmal während einer Predigt dazwischenquatscht oder den Schnabel einfach nicht halten will. Auf einen höchst amüsanten Dialog zwischen Leo und Kirsten Ruwoldt darf man sich schon jetzt freuen. Der Tag in der Klosterkirche beginnt um 16 Uhr. Das Feuer wird gegen 16.30 Uhr entzündet.

Alle Beteiligten wünschen sich viele Besucher und einen regenfreien Tag. In der Vergangenheit gab es manch’ Zusammenkunft, die von Petrus unsanft beendet wurde.

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