Dienstjubiläum : Joachim Gorsolke: Ein Seelsorger von Format

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Das Echo auf die im Gemeindebrief ausgesprochene Einladung hat den Pastor sichtlich überwältigt. Mehr als 250 Mitglieder der Klosterkirchengemeinde und Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften am Ort hatten sich am Sonntag anlässlich des Dienstjubiläums in dem spätbarocken Gotteshaus versammelt, um den Mann zu würdigen, der inzwischen seit 30 Jahren Gottes Wort in Uetersen verkündigt – Joachim Gorsolke. Er selbst, Kollegin Kirsten Ruwoldt und Propst Thomas Drope leiteten den Gottesdienst, der musikalisch von der Kantorei unter dem Dirigat von Kantor Eberhard Kneifel sowie Kantorin Christiane Haar an der Orgel begleitet wurde.

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19. Januar 2015, 21:30 Uhr

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang in der Kirche, an dem mehr als 100 Gäste teilnahmen. Der musikalische Auftakt dürfte Gorsolke besonders gefreut haben. Sein Sohn Janne-Elias und dessen Lehrerin Michaela Lejeune trugen mit ihren Celli Duette vor. Musikalisch ging der Empfang auch zu Ende. Die besondere Überraschung dabei servierte das Uetersener „Herrengedeck“. Eine A capella-Gruppe aus den Reihen der Kantorei. „Flieg mit mir nach Rom, küss’ mich unter dem Petersdom...“ sangen die fünf Herren, die in einem Flyer „starke Töne zu jedem Anlass“ versprechen.

Eine tolle Idee war auch der Kanon, den Eberhard Kneifel intonierte und alle Anwesenden einstimmen ließ: „Von der Wiege bis zur Wolke hegt und pflegt dich Pastor Gorsolke“. Eingerahmt wurde der Klang durch viele freundliche Worte. Der Propst bezeichnete Gorsolke als Mann des schönen Wortes. Darin drücke sich der Respekt gegenüber dem Gesprächspartner aus. Gorsolke sei ein Seelsorger von Format, der den Menschen mit viel Liebe und Verständnis begegne. „Ich kenne ihn schon seit 20 Jahren, und dass er mich noch nicht ein einziges Jahr bemogelt hat, das macht den Wert aus“, so der Propst. Hubertus Graf von Luckner, der Klosterprobst, lobte mit den Worten seiner Mutter: Der hole die Jugend in die Kirche. . ., ausgesprochen vor 30 Jahren während des Antrittsbesuchs beim Klosterprobst. Die lange und fruchtbare Verbindung zwischen Kirche und Kloster unterstrich von Luckner mit einem Präsent. Bei der Übergabe des Tropfens zitierte er Wilhelm Busch: „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.“

Bürgermeisterin Andrea Hansen gratulierte Gorsolke im Namen der Stadt. Der Pastor sei auch ein fester Halt für alle, die trauerten, er sei ein Mann, der kontroverse Diskussionen liebe und denen die Hand reiche, die es nötig hätten. „Herzlichen Dank, dass Sie da sind“, so die Bürgermeisterin. Zu Gast war zudem Gorsolkes Bruder im Amte, Werner Plautz, i.R. Seine Laudatio schmückte er in die Versform und überreichte dem ausgewiesenen Italienfreund (Romfan) ebenfalls einen Rotwein. Johannes Bornholdt, Pastor an der Erlöserkirche, sagte, dass Gorsolke es in seinen Predigten verstehe, die Gedanken auf das Wesentliche zu lenken. Als fröhlichen, humorvollen und herzlichen Menschen bezeichnete Volker Wiese, Prediger an der Gemeinschaft in der evangelischen Kirche (Martin-Luther-Haus), Gorsolke. In der Diskussion sei der Pastor zuweilen verbissen, doch nur wer Profil habe, hinterlasse Spuren. Thomas Kleibrink sprach für die katholische Kirchengemeinde Christkönig. Er sagte, dass Gorsolke segensreich als guter Hirte wirke. Er habe sich ansprechen lassen von Gottes Wort und sei Jesus nachgefolgt. „Auf viele Jahre!“, so Kleibrink. Weitere Grußworte kennzeichneten Gorsolke als gütigen, verständnisvollen und charakterstarken Kirchenmann. Den Laudationes folgte ein gemeinsames Mittagessen für geladene Gäste.

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