zur Navigation springen

Winterschäden : Jetzt wird der Neue Weg saniert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lustige Ideen, um Geld in die Kassen der öffentlichen Haushalte für die Sanierung maroder Straßen zu bekommen, sind derzeit sehr gefragt in der Republik. Da haben die vergangenen Winter alle kalt erwischt. Haseldorfs Politiker wollen sich jetzt den Neuen Weg vornehmen, der nicht erst seit diesem Winter einen armseligen Eindruck hinterlässt.

Allerdings steht es in der Gemeinde noch nicht so schlecht um die Finanzen, dass Bürgermeister Uwe Schölermann eine Idee seines Amtskollegen im thüringischen Niederzimmern übernehmen müsste, der heuer die Schlaglöcher unter dem Motto: „Teer muss her!“ verkauft. Für 50 Euro das Stück und mit der Aussicht auf eine individuelle Inschrift im neuen Asphalt!

Da gehen die Haseldorfer doch lieber den konventionellen Weg über den Wegeunterhaltungsverband, der denn auch Entgegenkommen signalisiert hat. „Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Untergrund okay ist. Also muss nur eine Decke drauf“, sagte der Bürgermeister während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Risse und Schlaglöcher sollen zunächst auf einer Länge von etwa 150 Metern im Bereich des Seniorenheimes „Dat Marschhus“ beseitigt werden. Die Kosten in Höhe von 13000 Euro werden über das Konto der Gemeinde beim Wegeunterhaltungsverband abgewickelt. Aber Haseldorf will noch mehr: Bankette und Fahrbahnrand sollen im Zuge der Baumaßnahme so befestigt werden, dass bei Ausweichmanövern entgegenkommender Fahrzeuge keine Beschädigungen mehr zu erwarten sind. In der Vergangenheit fransten die Kanten immer weiter aus, die Banketten zierten tiefe Löcher, in den sich das Regenwasser sammelte. Die Folge war ein hoher Unterhaltungsaufwand mit entsprechenden Kosten. Rundbordsteine aus Beton sind die favorisierte Lösung. Sie reichen etwa sieben Zentimeter über das Straßenniveau hinaus und sind bei angemessener Geschwindigkeit gut zu überfahren.

Diese Form der Befestigung ist inklusive Entwässerungsmulden und Bankettenschutz für etwa 50 Euro pro laufendem Meter zu bekommen. 10000 Euro stellten die Gemeindevertreter dem Bürgermeister für die Maßnahme zur Verfügung. „Wenn das Neubaugebiet dann bebaut ist, können wir weitere Streckenabschnitte planen. Bis dahin wissen wir auch, ob sich der Rundbordstein bewährt hat“, so Bürgermeister Uwe Schölermann. Jetzt muss nur noch der Frühling beginnen, damit saniert werden kann.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Mär.2013 | 20:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert