Ehemaliges Krankenhaus : Jetzt wird das Bleekerstift abgerissen

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt-  und Verkehrsrecht gab im Mai mit den Stimmen von SPD, CDU und BfB grünes Licht für den Abriss.

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt-  und Verkehrsrecht gab im Mai mit den Stimmen von SPD, CDU und BfB grünes Licht für den Abriss.

Mitte der Woche soll das frühere Krankenhaus an der Bleekerstraße abgerissen werden.

shz.de von
24. Juli 2018, 12:30 Uhr

Uetersen | Die Tage für das Bestandsgebäude des Bleekerstifts sind gezählt. Mitte dieser Woche soll das frühere Krankenhaus an der Bleekerstraße abgerissen werden. Das hat Architekt Maik Timm aus Uetersen shz.de mitgeteilt. Timm ist für eine Investorengruppe tätig, die auf dem früheren Krankenhausgelände Mehrfamilienhäuser errichten möchte.

Der Abriss war nach langem Hin und Her von der Uetersener Politik mit Auflagen genehmigt worden. Den Investoren wurde aufgetragen, an selber Stelle ein markantes Gebäude zu errichten, das wesentliche Züge des Bestandsgebäudes aufweist. Als eine Besonderheit soll der Baukörper mit dem Schriftzug Bleekerstift versehen werden.

Politik genehmigte den Abriss

Was den Wert des Bestandsgebäudes betrifft, gingen die Meinungen auseinander. Timm hatte nach eigenem Bekunden versucht, Nutzer für das Gebäude zu gewinnen, doch mehr als ein Jahr lang keinen Erfolg gehabt. Nicht die feuchten Wände im Keller, nicht der Vandalismus, hervorgerufen durch mehrere Einbrüche und Diebstähle, waren dafür entscheidend, sondern die Zweigeschossigkeit des Gebäudes und die hohen Decken. Timm sagte, dass für eine wirtschaftliche Nutzung drei Ebenen hätten neu eingezogen werden müssen. Das sei aber nicht vereinbar mit der Fensterfront des Gebäudes. Eine Bürgerinitiative sammelte nach Bekanntwerden der Abrisspläne Unterschriften dagegen und übergab diese Bürgermeisterin Andrea Hansen. Die Uetersener Politiker beschlossen daraufhin, dass der Architekt sich mit den Initiatoren der Initiative zusammensetzen und, sofern möglich, einen Kompromiss erzielen soll. Als Ergebnis dieser Gespräche ist der markante Baukörper entstanden. Die Politik genehmigte daraufhin den Abriss.

Die Mandatsträger waren zu fragen, weil für das Quartier eine von der Stadt verabschiedete Erhaltungssatzung gilt, aus der das Gebäude entlassen werden musste. Denkmalgeschützt ist das Gebäude hingegen nicht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen