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Erneuerung der Hochfeldstraße : Jetzt wird am Friedhof ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach der Wassermühlenstraße, des Katzhagen und der Gerhart-Hauptmann-Straße soll 2014 die vierte Straße kostenpflichtig ausgebaut werden. Ein weiteres Mal also werden die Anlieger zur Kasse gebeten. Es betrifft die Anwohner der Hochfeldstraße und zwar im Bereich zwischen der Einmündung Schröders Tannen und der Friedhofstraße.

Dieses Teilstück wird nach Fertigstellung einen eigenen Charakter haben, also rechtlich als selbstständige Straße definiert werden können. Diese bauliche Veränderung ist Voraussetzung dafür, dass nicht auch die Weiterführung der jetzigen Fahrbahn im Bereich „Auf dem Flidd“ zur Kostenberechnung herangezogen wird. Sonst hätten sich auch diese Anlieger an den Ausbaukosten der Hochfeldstraße beteiligen müssen, ohne dass sie direkt von der baulichen Maßnahme profitiert hätten. Ohnehin liegt bezüglich der Straßenausbaubeiträge genug Zündstoff in der Luft.

Im Dezember wurden die Anlieger, die sich an dem politisch beschlossenen Ausbau beteiligen müssen, angeschrieben und um eine Stellungnahme bis zum 10. Januar gebeten. Diese Frist wurde gewählt, da sich der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen am 30. Januar mit dem Ausbauvorhaben befassen möchte. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Insbesondere soll die Hochfeldstraße erstmals an das Regenwasserkanalnetz der Stadt angeschlossen werden. Zudem wird die Fahrbahn, die jetzt eine Breite von vier Metern ausweist, auf 4,75 Meter ausgebaut, wobei die Verbreiterung mittels holprigem Natursteinpflaster erfolgen soll. Damit kommt die Stadt einem Wunsch der Anwohner entgegen, die moniert hatten, dass auf der Hochfeldstraße zu schnell gefahren werde. Der holprige Straßenrand soll zu erhöhten Fahrgeräuschen führen und den Autofahrer so veranlassen, langsamer zu fahren. Zudem wird der Begegnungsverkehr durch die immer noch recht schmale Fahrbahn erschwert.

Beabsichtigt wird zudem, die Straßenoberfläche auf einer Breite von vier Metern mit Betonsteinpflaster auszubilden. Damit, so Bauamtsleiter Peter Bröker, habe man gute Erfahrungen gemacht. Zudem sei das eine sehr kostengünstige und dennoch ansprechende Alternative.

Ziel ist es zudem, das ausgewachsene Straßenbegleitgrün, die vielen Bäume, zu erhalten. Zwischen den Bäumen werden mehrere öffentliche Parkplätze mit speziellem Betonsteinpflaster erstellt.

Auf der Südseite soll der Fußweg erneuert werden. Bislang angedacht ist die Herstellung mithilfe eines besonderen Granulats. Erste Zweifel daran wurden jedoch schon vorgetragen. So erschwert das Granulat möglicherweise das Räumen des Schnees, insofern er fallen sollte.

Installiert wird zudem eine moderne Straßenbeleuchtung, wobei auf LED-Technik zurückgegriffen wird. Ebenso, und das ist besonders clever, sollen Kabelleerrohre für die Breitbandversorgung verlegt werden, um künftige Erweiterungen in diesem Bereich ohne größere Baumaßnahmen gewährleisten zu können.

In der Vergangenheit kam es nicht nur diesbezüglich regelmäßig vor, dass eine Straße gerade neu erstellt worden war und anschließend ein Versorger oder Dienstleister tiefere Erdschichten erreichen musste. Der erste Flicken (bei Asphalt) war da. Die Kosten für alle Maßnahmen belaufen sich auf geschätzte 1,72 Millionen Euro. Die Summe der Anliegerbeiträge ist weit geringer, sie dürfte sich nach vorsichtigen Schätzungen auf 980000 Euro belaufen.

Letztendlich entscheidet das Ergebnis der Ausschreibungen über die Höhe der Beiträge, wobei sich diese nicht alleine aus der Grundstücksgröße ergeben, sondern auch aus der Art der Nutzung dieses sowie der Anzahl der Geschosse des jeweiligen Wohn- beziehungsweise Geschäftshauses.

Anlieger können sich bei Rückfragen jederzeit telefonisch an das Rathaus wenden. Zuständig sind Bauamtsleiter Bröker (04122/714235) und Wilfried Gröger (04122/714212), Spezialist für das Thema der Straßenausbaubeiträge.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 21:42 Uhr

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