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Bürgermeisterkandidat im Porträt : Jetzt will er die ganze Stadt rocken

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eigentlich ist dieser Mann nur positiv. Kein Kritteln, kein Nörgeln an anderen, kein Fäusteballen gegen seine Mitkandidaten im Wettlauf um das Amt des Uetersener Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 22:14 Uhr

Sein Besinnen auf sich selbst, auf die Arbeit im Team, auf sein eigentliches Ziel nötigt vielen Uetersener Bürgerinnen und Bürgern Anerkennung ab, denn Bernd Möbius will ganz einfach etwas „für Uetersen tun“, die Stadt voranbringen, mit den Menschen hier gemeinsam Zukunftspläne entwickeln und die nicht im Sande verlaufen lassen, sondern umsetzen.

„Keine Verwaltungserfahrung“ werfen einige dem Mann vor, der für die Grüne Fraktion im Stadtrat sitzt, aber keine Parteizugehörigkeit vorweisen kann. „Verwaltungserfahrung brauch’ ich nicht“, sagt Bernd Möbius entschieden, dafür stehe er bei gewonnener Wahl an der Spitze einer Verwaltung im Rathaus, die genügend qualifizierte Fachleute aufweist. Teamfähigkeit sei da gefragt, Führungsqualität, die Verantwortung übernimmt und die Wertschätzung von Menschen, die ihm zuarbeiten und auf die er sich verlassen kann. Genau das hat er in seiner beruflichen Laufbahn eingeatmet. Der studierte Diplom-Informatiker und gelernte Raumausstatter war Organisationsprogrammierer und Anwendungsmanager bei großen Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Da wurde schnell mal gekündigt, Arbeitnehmer wurden wegrationalisiert. War ja nicht schlimm, auf Computerfachleute wartete der nächste rote Teppich, die nächste lukrative Stellung. Doch irgendwann nicht mehr.

2007 hieß es auf immer mehr werdende Bewerbungen „zu alt – zu teuer“. Schließlich kamen gar keine Antworten mehr, eingereichte Unterlagen wurden nicht mal mehr zurückgeschickt. Eine demütigende Situation für Bernd Möbius, der bisher den Groschen nicht dreimal umdrehen musste.

Doch dieser Mann steckt nicht auf, der kitzelt auch noch aus dieser Position das Positive heraus. „Ich hab jetzt Zeit, ich kann mich kümmern“, meint er und damit „seine“ Stadt, in der er geboren und aufgewachsen ist. Wurde Wahlhelfer, schaute bei jeder Ratsversammlung zu, war in den Ausschusssitzungen so ständig dabei, dass sein Wegbleiben schon auffiel, schenkte Kaffee bei den Weihnachtsfeiern für die Uetersener Senioren aus, sprang bei den Veranstaltungen der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Uetersen mit ein und, und, und...

Und vor allen Dingen das Rock-’n’-Rose-Festival. Im Herbst 2010 sprach ihn Bürgermeisterin Andrea Hansen an, ob er nicht das Woodrock-Festival in Langes Tannen wieder aufleben lassen wolle. Bernd Möbius wollte und konnte das auch. Aus Wood-rock wurde Rock’n’-Rose-Festival, schöner, besser. Leiser und rundum gut akzeptiert, da marschieren nicht nur junge Leute auf die grüne Wiese. Ganze Familien haben die fetzige Gaudi als festen Termin auf der Agenda. Der Rock und die Rosen punkten generationsübergreifend. Die Musiker sind happy, dabei zu sein. Die Stadt ist glücklich, auch jungen Leuten etwas auf die Ohren geben zu können, und der Veranstalter zufrieden, dass schwarze Zahlen dabei rauskommen. Fazit von Bernd Möbius nach vier Mal Rock’n’-Rose: Nur positiv, macht einen Heiden-Spaß.

Das Positive sieht er auch beim angestrebten Bürgermeisteramt, nicht das Gehalt lockt ihn, sondern die Aktivität, etwas für und mit der Stadt tun zu können. Der Mann ist glaubwürdig. Auch der Bart, so versichert er, bleibt dran, wenn er Bürgermeister wird. Er bleibt halt ein Individualist, ein bisschen schräg, aber sehr authentisch.

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