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Proklamation : Jetzt müssen sie bis nach Elmshorn marschieren

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Gilde hat einen neuen Regenten: Mathias Ekat mit Wohnsitz in Elmshorn. Ihm zur Seite stehen die Ritter Danilo Huste (Erster Ritter) und Andreas Lüthje (Zweiter Ritter). Ekat ist Nachfolger von Schützenkönig Thorsten Möller, der am Sonnabend nach einjähriger Amtszeit abdanken musste. Der Pistolenschütze bei der Uetersener Schützengilde von 1545 (Sportpistole und großkalibrige Waffe) war sichtlich überrascht, als Ältermann Joachim Henningsen seinen Namen nannte.

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erstellt am 14.Jun.2015 | 17:42 Uhr

Auch die beiden Ritter (Danilo Huste ist zudem Klotzenkönig, denn er gab den Königsschutz für die spätere Majestät ab) waren vorab nicht eingeweiht worden. Nach wie vor, und das seit 1545, ist das Ergebnis des Königsschießens eines der strengst gehüteten Geheimnisse bei der Gilde - bis zum Abend der Proklamation. Die fand auf dem Schützenplatz statt. Dort war ein großes Zelt errichtet worden.

Anwesend waren etwa 150 Gildebrüder mit Partnerinnen und Gäste. Unter diesen war Bürgermeisterin Andrea Hansen, die dem neuen König ein Salär von 1000 Talern überreichte, trotz angespannter Haushaltslage eine pflichtige Aufgabe – in treuer Verbundenheit der früheren Schutz- und Trutzgilde der Stadt und des Klosters.

Ex-Majestät Kurt Günther hatte für den scheidenden König eine Überraschung vorbereitet, die nicht nur beim Königspaar, sondern auch bei den Gästen gut ankam: Unmittelbar vor der Proklamation trommelte die Gruppe „Alegria da Bahia“ die Anwesenden in die für den folgenden Teil notwendige Stimmung. Der 20-minütige Zauber wurde von kulinarischen Genüssen begleitet, die diesmal Zeltwirt Sven Szaguhn, und sein freundliches Team servierten. So wie sie das bereits beim Königsfrühstück am Sonnabend morgen getan hatten.

Das Schützenfest, das gestern mit dem obligatorischen Familientag an der Großen Twiete endete, begann diesmal in Heist. Dort galt es am Sonnabendmorgen, den König abzuholen.

Weil die Gildebrüder noch etwas vorhatten und nicht mitten in der Nacht losmarschieren wollten, wurde ein Bus mit Fahrer bestellt, der Schützen nebst Spielmannszug zum Lindenhof chauffierte. Erstmals fand somit auch die Vogelübergabe in Heist statt. Das Wappentier der Gilde wurde dem Ältermann von Bürgermeister Jürgen Neumann überreicht. Danach ging es einige Kilometer durch das Dorf und schließlich wieder per Bus zurück in die Rosenstadt. Seite 6.

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