Freibad Oberglinde : Jetzt kommt doch noch Ferienstimmung auf

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Kommt der Sommer doch noch? Für die nächsten Tage sind Temperaturen von bis zu 28 Grad vorhergesagt. Was ist da schöner als eine Abkühlung? Das Freibad Oberglinde lädt mit seinem 185000 Quadratmeter großen Gelände zu einem Besuch ein. Jeder nutzt das Naturbad auf seine Weise – zum Planschen, um sich zu erfrischen oder um zu trainieren.

shz.de von
31. Juli 2015, 18:08 Uhr

„Viele Triathleten bereiten sich hier auf ihre Wettkämpfe vor“, weiß Uwe Schankin, seit drei Jahren Vorsitzender der DLRG Region Uetersen. Die Rettungsschwimmer sorgen seit mehr als 40 Jahren für die Sicherheit der Badegäste.

Zum aktuellen, 30-köpfigen Wachteam gehören Niklas, Michel, Christopher und Finn. Die Schüler freuen sich über die Aufwandsentschädigung, die sie bekommen. Aber hauptsächlich macht es ihnen Spaß, den Tag im Freibad zu verbringen und im Notfall zur Stelle zu sein. Glücklicherweise mussten sie noch niemanden aus Lebensgefahr retten, aber Hilfsleistungen waren schon gefragt.

Für die Einteilung des Wachteams ist Technischer Leiter Marco Diederich zuständig. Jeweils zwei bis drei Leute decken einen Dienst ab. Geöffnet und bewacht ist das Freibad in der Schulzeit während der Woche zwischen 14 und 20 Uhr und an Wochenenden und in den Ferien zwischen 9 und 20 Uhr.

An heißen Tagen kann es schon einmal stressig werden. Der Besucherrekord an einem der wenigen schönen Tage im Juli lag bei rund 3000 Badegästen. „Das Freibad bietet Ferienstimmung“, sagt Lukas (19). Er kommt gern mit seiner Clique, um hier zu baden und Beachvolleyball zu spielen. Nadine (16) und Sinja (17) auf dem Strandlaken nebenan wollen im Schatten liegen und lesen. Auch das ist möglich.

Ayun und Selcuk Sezer aus Pinneberg genießen die Zeit mit ihren zweijährigen Drillingen Nisan, Oguzhan und Orhan am kleinen Strand des Oberglinder Sees, um hier im Sand zu spielen und im Nichtschwimmerbereich zu baden.

Der Besuch des Freibads an der Moorreger Straße An der Tonkuhle ist frei, ebenso wie die direkt am Eingang gelegenen Parkplätze. Die Wasserqualität ist bestens. Am Kiosk können sich die Badegäste mit einer Stärkung, Eis und Getränken versorgen.

Das idyllisch gelegene Freibad hat eine etwa 70-jährige Geschichte. Im Juni 1938 wurde die Tonkuhle der 1880 gebauten Alsenschen Portland-Zementfabrik zum Freibad. Eine Neugestaltung des Freibades stand 1973 an. Außerdem mussten die Pachtverträge neu verhandelt und verlängert werden. Gegenwärtig trägt Uetersen 72,1 Prozent der Betriebskosten, Moorrege 27,9 Prozent.

2005 war kurzfristig geplant, einen Erlebnispark zu realisieren. Um das Vorhaben abzuwehren, bildete sich eine Bürgerinitiative. Aus ihr entwickelte sich der Förderverein Naturbad Oberglinde, der sich dafür einsetzt, „dass das Freibad in naturnahem Zustand für die vielfältigen Bedürfnisse der Menschen aus der Region erhalten bleibt“ – so heißt es wörtlich auf der Internetseite www.naturbad-oberglinde.de.

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