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Pop- und Gospeloratorium : Jesaja: So aktuell wie vor 2600 Jahren

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Beeindruckende Aufführung des Werks von Hartmut Naumann in der Klosterkirche.

Uetersen | Popularmusik wird auch in der Kirche immer populärer. Ein deutliches Indiz dafür ist, dass es inzwischen sogar einen eigenständigen Studiengang für Popularmusik in der Kirche gibt. Initiator ist Hartmut Naumann gewesen, unter anderem langjähriger Leiter des Fachbereiches Musik beim Nordelbischen Landesjugendpfarramt in Plön. Inzwischen ist er Professor an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford. Doch Naumann hat sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit der Popularmusik im kirchlichen Bereich befasst. So schrieb er vor einigen Jahren das Pop- und Gospel-Oratorium Jesaja - der lange Weg in die Freiheit.

Dieses Stück für Chor, Orchester und Solisten ist jetzt in der Klosterkirche aufgeführt worden. In Szene gesetzt wurde das Werk vom Uetersener Gospelchor Adonai, der Jesaja-Projekt-Band und den vier Solisten Annett Guitan, Meike Johannsen, Sebastian Brill und Gregor Schmitt - alle sind Mitglieder im Gospelchor. Den Ausführenden unter der Leitung von Kantor Eberhard Kneifel ist es gelungen, den rund 300 Besuchern die mehr als 2600 Jahre alte Geschichte der babylonischen Gefangenschaft des Volks Israel transparent zu machen. Die Aufführung profitierte sicher auch von der klaren Sprache, die der Schöpfer verwandt hatte. Kneifel erinnerte daran, dass das Stück angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingssituation höchst aktuellen Charakter habe.

Rund 300 Besucher waren zur Auffühung des Oratoriums in die Klosterkirche gekommen.
Rund 300 Besucher waren zur Auffühung des Oratoriums in die Klosterkirche gekommen. Foto: Klaus Plath
 

Dem Volk Gottes (Israel) wird nach Jahren der Gefangenschaft durch den Propheten Jesaja geweissagt, dass Gott (Jehowa) es nicht vergessen habe und die Befreiung kurz bevorstehe. So kommt es dann auch. Das Konzert konnte bei freiem Eintritt besucht werden. Zur Deckung der Kosten und für die weitere musikalische Arbeit des Gospelchors wurde am Ausgang um eine freundliche Kollekte gebeten. Dieser Bitte kamen die Besucher gerne nach.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 12:30 Uhr

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