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Auszeichnung : Jeder Zughalt entlastet die Natur

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihr ist es zu verdanken, dass ab Dezember in Tornesch in beiden Fahrtrichtungen jeweils sechs Züge mehr als zuvor halten werden. Für den unermüdlichen Kampf um eine bessere Bahnanbindung der Region zeichnete Ingo Früchtenicht, Vorsitzender des Umweltausschusses, am Donnerstag die Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ mit dem Umweltpreis der Stadt Tornesch aus.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2015 | 20:59 Uhr

In einem feierlichen Rahmen mit 20 Gästen im Ratssaal überreichte der SPD-Ratsherr der Leiterin Gisela Hüllmann eine Urkunde und einen Umschlag mit 150 Euro. „Für das besondere Engagement für unsere Stadt bedanken wir uns herzlich“, ist auf dem Dokument zu lesen. Ingo Früchtenicht erinnerte an jahrelange, aber erfolglose Bemühungen seitens der Politik und Verwaltung für eine bessere Bahnanbindung der Stadt. Schließlich habe Bürgermeister Roland Krügel in einem Hilferuf verkündet, dass er in Kiel als Bittsteller nicht ernstgenommen werden würde, solange nicht von der Bevölkerung eine Initiative ausgehe, die Wellen schlage. Gisela Hüllmann hörte den Ruf und schritt zur Tat. Vor einem Jahr gründete sie die Bürgerinitiative und sammelte für mehr Zughalte fast 13000 Unterschriften. „Das ist mehr, als Tornesch Einwohner hat“, sagte Früchtenicht. Es folgten Gespräche mit Verkehrsminister Reinhard Meyer. „Er hat sich darin ganz klar geäußert, dass sich etwas ändern muss“, berichtete Früchtenicht. Der Erfolg wird im nächsten Fahrplan abzulesen sein. Früchtenicht hatte die Verleihung des Umweltpreises an die Bürgerinitiative angeregt. „Wenn mehr Leute das Auto stehen lassen und Bahn fahren, entlastet dies die Umwelt“, sagte er zur Begründung. Die Auszeichnung wird seit 25 Jahren in unregelmäßigen Abständen vergeben. Gisela Hüllmann sagte: „Ich bin sehr glücklich, dass wir den Preis bekommen haben.“ Ohne die Unterschriften hätte die etwa 20-köpfige Truppe den Erfolg jedoch nicht erreicht.

BI-Mitglied Erhard Wasmann hob einen Zughalt hervor. „Auf die Bahn um 7.20 Uhr ab Tornesch sind wir besonders stolz“, sagte er. Der Zug werde in Elmshorn eingesetzt, zusteigen können Fahrgäste aber erst in Tornesch.

Die Initiative ist noch längst nicht am Ziel: „Wir fordern weiterhin Zughalte alle halbe Stunde zum Hauptbahnhof und alle halbe Stunde nach Altona“, sagte Gisela Hüllmann.

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