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Nachbarschaft im B-Plan 72 : Jeder für sich und doch nicht allein

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zwischen der Ahrenloher Straße und dem Baumschulenweg werden im Quartier des B-Planes 72 im Wohngebiet „Tornesch am See“ 170 barrierearme Wohneinheiten für Inklusives Wohnen entstehen. Das heißt, ein Quartier, in dem Menschen jeden Alters mit und ohne Pflege- oder Betreuungsbedarf Wohnnachbarschaften bilden.

Gebaut werden durch das Unternehmen Semmelhaack sowohl Reihenbungalows als auch servicekompatible Wohnungen in Mehrgeschosshäusern mit Gemeinschaftsflächen für die Hausbewohner und niedrigschwelligen Treff-angeboten für alle Bewohner des Quartiers. Das nachbarschaftliche Miteinander von jungen, älteren und alten Menschen sowie die professionelle Pflege und Betreuung im Bedarfsfall und das ehrenamtliche Miteinander bestimmen den Inhalt des Inklusiven Wohnens.

Als Projektpartner wurde, nachdem sich die Evangelische Stiftung Alsterdorf zurückgezogen hatte, die Paritätische Pflege Schleswig-Holstein gewonnen. In mehreren Orten Schleswig-Holsteins, darunter auch in Elmshorn, hat die gemeinnützige GmbH Standorte. Geschäftsführerin Irini Aliwanoglou stellte das Konzept, das auf den Säulen Umsorgung und Pflege, ambulante Hausgemeinschaften, Servicezentrum mit Pflegebüro und Ehrenamt basiert, den Tornescher Politikern vor.

Das Quartierskonzept „Ambulant vor stationär. Nicht allein und doch daheim“ soll auch demenzerkrankten Menschen ermöglichen, in den eigenen vier Wänden zu leben. Und das in kleinen Hausgemeinschaften mit familiärem Charakter und Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

In den mietbaren Reihenbungalows und servicekompatiblen Wohnungen kann Betreuungs- oder Pflegeservice der Paritätischen Pflege Schleswig-Holstein oder eines anderen Pflegedienstes in Anspruch genommen werden, muss aber nicht. „Wir vermieten den Wohnraum nicht, aber wir stehen mit der Wohnungsbaugesellschaft Semmelhaack in Kontakt und werden beratend wirken. Denn die Menschen, die in dem Quartier wohnen werden, sollen zusammenpassen und sich wohlfühlen“, so Irini Aliwanoglou. Die Paritätische Pflege Schleswig-Holstein sehe sich als „stiller Begleiter“, machte die Geschäftsführerin deutlich.

Und dazu gehören die Pflege und Betreuung durch eigene Fachkräfte, die Vermittlung von Pflege und Betreuung sowie die Vernetzung mit Ehrenamtlichen und sozialen Angeboten in Tornesch. „Herzstück“ des Inklusiven Wohnens wird daher das Quartiermanagement sein, ähnlich wie einst die Sozialstation. Die Bauanträge für das Inklusive Wohnen liegen bereits vor. Infos zur Paritätischen Pflege SH unter: www.pflege-sh.com

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erstellt am 01.Aug.2014 | 20:43 Uhr

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