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Volkstrauertag : Jeden Tag ein Friedensstifter sein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„In diesem Jahr ist der Volkstrauertag kein ab- strakter Gedenktag. Er besitzt eine erschreckende Aktualität.“ In seinen Eröffnungsworten der Feierstunde zum Volkstrauertag in der Gemeinde Moorrege hat Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg Bezug auf die Terroranschläge in Paris genommen.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2015 | 18:52 Uhr

„Konflikte gehören zum Zusammenleben der Menschen. Gewalt ist eine klassische Form der Auseinandersetzung. Aber der Mensch kann auch anders“, so der Bürgermeister. Er könne sich mit Worten auseinandersetzen. Umso wichtiger seien das Gespräch und die Diskussion.

Insbesondere mit der jüngeren Generation müsse der Dialog gesucht werden.

Gemeinde und Kirchengemeinde in Moorrege hatten zu einer gemeinsamen Volkstrauertagsfeier mit Kranzniederlegung eingeladen. Sie schloss sich direkt an den Gottesdienst an.

Zu Beginn hatte Pastor Stefan Weißflog eine Kerzen im Gedenken an die Opfer in Frankreich angezündet und zu einer Schweigeminute aufgerufen. „Wir haben die Aufgabe, jeden Tag Friedensstifter zu sein“, so sein Appell. Nicht nur im Großen, jeder für sich könne im Kleinen einen Beitrag leisten. „Die vielen tausend Menschen, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren, das sind für mich Friedensstifter“, so der Pastor, der die Anwesenden ermunterte im Glauben Kraft, Vertrauen und Hoffnung zu schöpfen.

Direkt vor der Kranzniederlegung betonte Weißflog: „Wir brauchen ein starkes Europa und wir lassen unsere Gemeinschaft nicht auseinanderreißen.“ Anne Schmidt, engagiertes Mitglied der Kirchengemeinde, las aus dem 90 Psalm „Gott, du bist unsere Zuflucht“. „Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan“, zitierten die Konfirmandinnen Janina Eggers und Josefina Lengen, die das Gleichnis vom Weltgericht vorlasen. Die Kollekte des Volkstrauertagsgottesdienstes ging an die Kriegsgräberfürsorge.

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