zur Navigation springen

Arbeitskreis I der Kulturgemeinschaft : Jeden Dienstag mit Freude werkeln

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Besucher aus nah und fern sind zu jeder Jahreszeit begeistert von dem Gelände am Heimathaus und dem historischen Gebäude aus dem Jahr 1738. Die ehemalige Ostermannsche Hofanlage ist seit 1994 Eigentum der Stadt, wurde bis 1998 von Mitgliedern der Kulturgemeinschaft und der Esinger Liedertafel in mehr als 14000 Arbeitsstunden restauriert und wird seitdem unter der Verwaltung der Ernst-Martin-Groth-Stiftung als multifunktionale Veranstaltungsstätte genutzt.

Und Mitglieder der Kulturgemeinschaft sind es noch heute, die sich in ehrenamtlicher Arbeit um die Pflege des Gartens, des Hofgeländes und um Reparatur- und Erhaltungsarbeiten kümmern, die ohne Fachfirma durchführbar sind.

20 Jahre wurde der Arbeitskreis I der Kulturgemeinschaft – Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten am Heimathaus – von Jürgen Körner geleitet. Seit vergangenem Jahr hat Horst Lehmann jeden Dienstagabend den Hut auf, wenn sich ab 18 Uhr die Mitglieder treffen, um zu werkeln. Für die Besucher des Geländes und Hauses ist der gepflegte Zustand eine Selbstverständlichkeit, doch dahinter stecken viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit von Jürgen Körner, Horst Lehmann, Detlef Koch, Michael Krüger, Gerhard Poll, Sieglinde Limpert und auch Jörg Schädler. Im Frühjahr und Sommer sind sie meist draußen beschäftigt. Sie schneiden mit Sorgfalt die 240 Meter lange Buchsbaumhecke im Bauerngarten, pflegen die Blumen- und Kräuterbeete, bekämpfen Pilz- oder anderen Schädlingsbefall, gießen und harken. Um die Gemüsebeete müssen sie sich nicht kümmern, die werden von Mitgliedern der Kulturgemeinschaft privat bestellt, aber die Pflege und das Schneiden der 150 Meter langen Buchenhecke und auch der Weißdornhecke ist zweimal im Jahr Aufgabe des Arbeitskreises I. Auch das Schneiden der Linden im Kaffeegarten, der Obstbäume und die Pflege des Knickwalls wird jahreszeitlich entsprechend von den gärtnerisch und handwerklich versierten Ehrenamtlichen erledigt. „Wir haben immer zu tun, aber es macht uns ja auch Spaß“, so Horst Lehmann. Im vergangenen Jahr haben er und seine Mitstreiter einen Geräteschuppen gebaut und das Holz des Brunnenhäuschens erneuert. In diesem Jahr tauschen sie die Fahnenmaste auf dem Hof aus, denn auch dort ist das Holz in die Jahre gekommen. Gestrichen wurden in den vergangenen Wochen auch die Fenster und Rahmen auf der Wetterseite des Heimathauses. Dieser Arbeit hat sich vorwiegend Detlef Koch gewidmet.

Im Herbst und Winter werden Innen-Arbeiten erledigt. So wurden in der vergangenen Saison Türen und Wände im Heimathaus gestrichen, Stuhlsitze gereinigt und ausgebessert, das Mobiliar für den Kaffeegarten gepflegt, die „Tanzfläche“ in der Diele neu ausgelegt und am Haus neue Bewegungsmelder angebracht.

Auf die Uhr schauen die Arbeitskreismitglieder bei der Erledigung ihrer Arbeiten nicht. Sie kommen sogar sonnabends zusammen, wie in diesem Frühjahr bei der Pflege des Parkplatzes oder beim Knickschneiden. „Wir sind ein eingespieltes Team“, betont Horst Lehmann. Oft bringen die Arbeitskreismitglieder privates Werkzeug oder Materialien für die Arbeiten mit. Und wenn etwas fehlt, fährt der eine und andere auch schnell mal nach Hause, um das richtige Werkzeug zu holen. „Die Kulturgemeinschaft hat die Verpflichtung übernommen, Haus und Gelände zu pflegen. Wir sind also nicht nur für unseren Verein, sondern für alle, die das Heimathaus besuchen, tätig“, macht Jürgen Körner deutlich.

Etwa drei Stunden sind die Arbeitskreismitglieder jeden Dienstagabend fleißig. Danach sitzen sie immer noch ein bisschen zusammen, um zu klönen und zu besprechen, was beim nächsten Mal anliegt.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2015 | 20:35 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert