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Jahresversammlung : Jan Schmidt: „AktivRegion taugt nichts“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir leben hier in Moorrege auf einer paradiesischen Insel, und das liegt an dem starken CDU-Team, das für die Gemeinde kämpft.“ Ortsverbandsvorsitzender Jan Schmidt kam schnell zur Sache während der Hauptversammlung seiner Partei und legte zusammen mit Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg die Marschroute für die nächsten zwölf Monate Parteiarbeit fest. Das Signal an die Opposition war deutlich: An Selbstbewusstsein mangelt es der regierenden Union nicht.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 19:24 Uhr

Dabei ging er hart mit Grünen und SPD ins Gericht. „Sie streuen den Bürgern Sand in die Augen, wenn sie die sofortige Verlegung von Glasfaserleitungen fordern“, sagte Schmidt. Die Umstellung sei ein langer Prozess, den auch eine Mitgliedschaft im Zweckverband nicht verkürzen könne. Ohnehin hält der Ortsverbandschef von den zunehmend populären Zusammenschlüssen verschiedener kommunaler Gebietskörperschaften nicht wirklich viel. Das gilt auch für die AktivRegion Pinneberger Marsch und Geest: „Sie taugt nichts und hindert nur“, stellte Jan Schmidt fest.

In diesem Punkt weiß er sich eins mit dem Bürgermeister. Der nahm in seinem Bericht unter anderem die auf Förderanträge an die AktivRegion folgenden „Prüforgien“ (Weinberg) ins Visier und warf dem Kreis vor, dadurch wichtige Projekte zu verzögern. Da, so Weinberg, sei es allemal besser, die Gemeinde verzichte auf die Unterstützung der AktivRegion und packe die notwendigen Projekte selber an. Sprach‘s und lieferte eine Liste erfolgreich abgeschlossener Maßnahmen: Die Versorgung mit Kindergartenplätzen sei ausgezeichnet, es gebe weitere attraktive Bauplätze für junge Familien, der begonnene Historienpfad erfreue sich wachsender Beliebtheit.

55 Flüchtlinge leben derzeit in Moorrege. „Wir haben sie alle dezentral in Wohnungen und Häusern untergebracht, und es gibt überhaupt keine Probleme“, so Karl-Heinz Weinberg. Das sei zu einem großen Teil Verdienst der zahlreichen Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge betreuten. „Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken“, sagte Karl-Heinz Weinberg. Gleichzeitig lobte der Gemeindechef die Bürgerstruktur in Moorrege. Sie sei ausgezeichnet und sichere der Gemeinde über die Einkommensteuer hohe Einnahmen. „Aber wir brauchen mehr Kinder.“

Den Mitgliedern gefiel, was sie hörten, und das schlug sich auch in den Wahlen nieder. Jan Schmidt wurde ebenso im Amt bestätigt wie sein langjähriger Stellvertreter Georg Plettenberg. Jan Oltersdorf gab den Posten des Kassenwartes aus beruflichen Gründen ab, bleibt aber als dritter Beisitzer im Vorstand. Eigens für ihn wurden die Sitze in der Parteispitze mit Zustimmung der Mitglieder erhöht. Neue Kassenwartin ist Sabine Darpe. Sören Weinberg bleibt Schriftführer, Wolfgang Burek und Steffi Willmann wurden als weitere Beisitzer bestätigt.

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