Jagd auf Fuchs und Co.

Streckenlegen in Groß Nordende: Mit der Jagdausbeute von drei Füchsen und einer Krähe waren die Jäger und ihr Hegeringleiter Claus Kahlke nicht besonders zufrieden.
Foto:
Streckenlegen in Groß Nordende: Mit der Jagdausbeute von drei Füchsen und einer Krähe waren die Jäger und ihr Hegeringleiter Claus Kahlke nicht besonders zufrieden.

Jäger des Hegerings IV veranstalten Raubtierwoche / Jagd aus dem Hochsitz hat wegen schlechter Sicht kaum Erfolg

shz.de von
20. Januar 2018, 16:05 Uhr

Die Witterung war nicht sonderlich gut für die Raubwildwoche, zu der jüngst die Kreisjägerschaft die 186 Jäger im Hegering IV unter Vorsitz des Neuendeichers Claus Kahlke eingeladen hatte. Wie die Ergebnisse in allen 14 zugehörigen Revieren ausgefallen waren, konnte Kahlke beim Abschlusstreffen bei Jäger Jürgen Käckenhoff im Groß Nordender Plantenhoff nicht sagen. Aber die 20 Jäger aus verschiedenen Revieren, die sich dort nach der Jagd mit ihm zur Streckenlegung versammelt hatten, konnten gerade mal drei Füchsen und einer Krähe die letzte Ehre erweisen – ohne Bläser, denn diese standen ausnahmsweise nicht zur Verfügung.

Noch bis zum 28. Februar darf Raubwild, wie Fuchs, Marder, Mink, Marderhund und Waschbär, bejagt werden. „Die Bejagung dieser Raubsäuger ist besonders wichtig, um am Boden brütende Vögel und Rastvögel vor ihnen zu schützen. Aber sie müssen auch dezimiert werden, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen. Parasiten wie der Fuchsbandwurm können sogar auf den Menschen übertragen werden“, erklärte Kahlke. Bejagt haben die Jäger des Hegerings IV, zu denen auch 20 Frauen gehören, die sogenannten Prädatoren mit verschiedenen Jagdmethoden. Wer alleine auf Ansitzjagd ging und im Hochsitz auf den dämmerungs- und nachtaktiven Waschbären wartete, hatte wegen der wetterbedingt schlechten Licht- und Sichtverhältnisse kaum Erfolgschancen. Extra ausgebildete Jäger stellten den Raubsäugern spezielle Fallen, in denen in der Haseldorfer Marsch auch einer der drei erlegten Füchse landete.

Auf Bodenjagd gingen mehrere Jäger gemeinsam, begleitet von ihren Bauhunden – zum Beispiel Dackel und Jack Russell Terrier. Die ausgebildeten Vierbeiner sprengen, sprich: jagen, Raubwild wie den Fuchs aus ihren Bauten heraus. Auf diese Weise wurden ebenfalls in der Haseldorfer Marsch die anderen beiden Füchse aufgespürt und erlegt. „Fuchs, Marder und Marderhund sind hier bei uns gut vertreten“, erläuterte Kahlke, der sich nach der Streckenlegung zusammen mit den anderen Jägern gern zum „Kesseltreiben“, dem Abschlussessen der Jagd, in den Plantenhoff begab.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen