Fußball-Weltmeisterschaft : Jaaaaa, wir sind Weltmeister!

Um 23.34 Uhr mitteleuropäischer Zeit kannte der Jubel in ganz Deutschland keine Grenzen mehr: Die Deutsche Nationalmannschaft hatte es tatsächlich geschafft und war zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister geworden.

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13. Juli 2014, 23:48 Uhr

Um 23.34 Uhr mitteleuropäischer Zeit kannte der Jubel in ganz Deutschland keine Grenzen mehr: Die Deutsche Nationalmannschaft hatte es tatsächlich geschafft und war zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister geworden. Mario Götze wurde zum Goldjungen, indem er in der 113. Minute den 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien herausschoss!

Bevor es soweit war und erstmals ein europäisches Team eine Weltmeisterschaft in Südamerika gewonnen hatte, galt es allerdings, packende und nervenaufreibende 120 Minuten zu überstehen. Schon vor dem Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft für Bundestrainer Joachim Löw: Sami Khedira beklagte nach dem Warmmachen Wadenprobleme, weshalb Christopher Kramer zu seinem Start-Elf-Debüt bei der WM kam. Kramer fügte sich hervorragend ein, wurde aber in der 17. Minute übel von Ezequiel Garay um gecheckt. Kramer versuchte es dann zwar noch einmal, wurde aber nach einer halben Stunde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt.

Den Akteuren beider Teams war eine gewisse Nervosität anzumerken. So köpfte Toni Kroos den Ball vollkommen unbedrängt in den Lauf von Gonzalo Higuain, der frei auf das Tor zulief, aber viel zu früh abzog und klar links vorbei schoss (21.). Neun Minuten später machte Higuain es besser und drückte Ezequiel Lavezzis Rechtsflanke aus Nahdistanz ins Netz, stand dabei aber im Abseits, so dass der Treffer zurecht nicht zählte.

Die Deutschen kamen ebenfalls zu guten Chancen: Nach Thomas Müllers Alleingang über die linke Seite zog der für Kramer eingewechselte André Schürrle wuchtig ab, Keeper Sergio Romero wehrte aber sicher zur Ecke ab (37.). Nach schönem Zusammenspiel über Müller und Mesut Özil war auch ein zu lascher Kroos-Schuss kein Problem für Romero (43.). Kurz vor der Pause kam Benedikt Höwedes der Deutschen Führung am nächsten, als er den Ball nach einer Kroos-Ecke an den rechten Pfosten köpfte (45.). An jenem Pfosten zielte Argentiniens Superstar Lionel Messi kurz nach dem Seitenwechsel nur hauchdünn vorbei (47.) – die Partie wogte weiter hin und her.

Auf der einen Seite musste Neuer Kopf und Kragen riskieren, um an der Strafraumgrenze vor Higuain zu retten (57.). Auf der anderen Seite fehlte Miroslav Kloses Kopfball (60.) ebenso die nötige Kraft wie einem Kroos-Schuss (82.). Das DFB-Team drückte nun phasenweise, doch das Finale ging torlos in die Verlängerung. In diese startete Deutschland fulminant: Mario Götze bediente Schürrle, dessen Volleyschuss Romero aber parierte (91.). Als sich Hummels dann einmal verschätzte, lupfte Rodrigo Palacio den Ball über Neuer, aber zum Glück für Deutschland auch links am Ziel vorbei (97.).

In der 113. Minute schlug dann aber Götze zu: Nach einer Linksflanke von Schürrle nahm der 22-Jährige den Ball mit seiner Brust an und brachte ihn mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß an Romero vorbei zum 1:0 ins Netz. Diese knappe Führung verteidigte die DFB-Elf bis zum Ende – und dann kannte der Deutsche Jubel auch auf dem Rasen des „Estadio Maracana“ keine Grenzen mehr ...

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