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Ausschusssitzung des Amtes Haseldorf : Ist die Einheit der H-Dörfer zu retten?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ist ein Zerfall der „H-Dörfer“-Gemeinschaft zu verhindern? Die Einheit des Amtes Haseldorf, dem Haseldorf, Haselau und Hetlingen angehören, droht an der Frage zu zerbrechen, ob die 2007 eingegangene Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen aufrechterhalten wird oder im Amt Moorrege ein neuer Partner gesucht werden soll. Bei der Abstimmung im Amtsausschuss am Mittwochabend kam es zu einer Pattsituation: Drei Stimmen für, drei gegen den Wechsel zum 1. Januar 2017. Michael Rahn, Gemeindevertreter der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen, schlug vor, einen neutralen Dritten zu beauftragen, das Für und Wider abzuwägen und die Angebote zu vergleichen.

Allen Beteiligten scheint es einen Versuch wert zu sein, die Dörfer-Einheit zu retten. Sie einigten sich ohne Diskussion auf Detlev Brüggemann als Mediator. Der ehemalige hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Appen hat sich in der Vergangenheit als Nothelfer für Verwaltungen in Krisensituationen erwiesen. Er sprang ein, als Helgolands Bürgermeister aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Als Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Pinnau begleitete er die Ausamtung der Gemeinde Bönningstedt. Insbesondere an den Erfahrungen aus dieser Zeit sind die Ortspolitiker interessiert.<>P In der anschließenden Abstimmung folgte der Ausschuss weitgehend dem von Michael Rahn für die Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen formulierten Antrag. Einstimmig wurde beschlossen, den Vertrag mit der Stadt Uetersen „vorsorglich und fristgerecht zum 31. Dezember 2015“ zu kündigen. Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen, die an der Versammlung teilnahm, sicherte den Amtsausschussmitgliedern zu, die Kündigung bei einer für die Stadt positiven Entscheidung rückgängig zu machen - sofern sie im ersten Quartal 2016 fällt. Zusätzlich wurde beschlossen, den Bauhof gemeinsam weiterzuführen - als Bekenntnis zum Bauhof und zur Beruhigung der Mitarbeiter.<>P In allen drei Gemeinden geht man davon aus, dass ein Wechsel zum Amt Moorrege finanzielle Einsparungen bringt. Die Höhe der Einsparsumme variiert aber gewaltig, weil von den einzelnen Kommunen unterschiedliche Kriterien berücksichtigt wurden. Hier soll der gelernte Verwaltungsfachmann Brüggemann, der die Schiedsmanntätigkeit unentgeltlich übernehmen will, für Licht im Dunkel sorgen. Amtsvorsteher Rolf Herrmann machte deutlich, dass es bei einem Wechsel der Verwaltungsgemeinschaft um mehr geht als um Zahlen. „Wir arbeiten seit 1948 mit Uetersen zusammen. Die Strukturen sind bewährt, auch wenn wir mal nicht zufrieden waren. Wer garantiert uns, dass wir uns über das Amt Moorrege nie ärgern werden“, gab er zu bedenken.

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erstellt am 17.Dez.2015 | 20:13 Uhr

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