Verkauf des Windparks Uetersen : Ist alles nur eine Preisfrage?

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Wie gut, dass die Stadtwerke Uetersen inzwischen zum erlauchten Kreis der Kommanditisten des Windparks Uetersen gehören. Sonst hätten sie während der jüngsten Kommanditistenversammlung nichts von den Plänen von Planet Energy erfahren, den Windpark zu kaufen (wir berichteten). Und dann hätte sich Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tietje auch nicht zu Wort melden und den Windparkeigentümern ein gleichlautendes Angebot unterbreiten können. Alles war damals schon weit fortgeschritten. Nach Informationen der Uetersener Nachrichten war fast alles schon zu spät, viele Kommanditisten waren schon damals, Ende Juni im „Uetersener Hof“, verkaufsbereit, wollten sich die „saftige Rendite“ von 120 Prozent ihrer Einlagen nicht entgehen lassen. Die „Harmonie“ im Saal war gestört, heißt es. Aber etliche wollten den Stadtwerkechef hören. Was hatte er zu sagen? Tietje sprach von einem gemeinsamen Weg, den man in Uetersen gehen wolle. Die Stadtwerke wollten sich den Windpark nicht kampflos wegnehmen lassen. Sondern würden den Kommanditisten notfalls ein eigenes Angebot unterbreiten.

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31. Juli 2012, 21:00 Uhr

Und dieses Angebot liegt nun auf dem Tisch. Manfred Tietje sagte, dass es gemeinsam mit „Hamburg Energie“, einem kommunalen Betreiber der benachbarten Hansestadt, erarbeitet worden sei, nachdem Planet Energy verdeutlicht habe, dass man zunächst alleine agieren und den Windpark kaufen wolle. Erst bei einem späteren Repowering (aber nur im Falle einer Erweiterung der Eignungsfläche) könne man sich vorstellen, die Stadtwerke zu beteiligen.

„Unser Angebot ist für die Kommanditisten lukrativer“, gibt sich Tietje optimistisch, die Übernahme des Windparks durch Planet Energy (Greenpeace Energy) verhindern zu können. Noch-Windparkbetreiberin Rosemarie Rübsamen sei von ihm gebeten worden, die Angebote an die Kommanditisten weiterzugeben.

Inzwischen haben sich auch Uetersens Grüne zum Windpark geäußert.

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