Neues Mensa-Konzept : Iss, soviel Du essen kannst!

Es ist gut möglich, dass hinsichtlich des Mensabetriebs an der Bleekerstraße ein reibungsloser Übergang gelingt. Stadt, Politik und die beiden betroffenen Schulen – Schulleitung, Eltern, Schüler – sind seit Wochen miteinander im Gespräch.

shz.de von
22. Januar 2012, 21:00 Uhr

Sehr optimistisch äußerte sich LMG-Schulleiter Alexej Stroh jetzt in einem Elternbrief (wir berichteten bereits). „Die Stadt Uetersen hat sich sehr darum bemüht, den Betrieb nahtlos mit einem neuen Betreiber weiterführen zu können und hat die Firma Dussmann, die auch Mensen in Elmshorn und Pinneberg betreibt, beauftragt, den Betrieb fortzuführen“, fasst Stroh den beabsichtigten Neustart am 1. Februar zusammen.

Dussmann, der weltweit operierende Catering-Experte, sorgt unter anderem dafür, das die Mädchen und Jungen der Bismarck-Schule in Elmshorn täglich zu ihrem warmen Essen kommen. Und es sei sehr schmackhaft, ist von dort zu hören. Lehrer der Rosenstadtschule haben im vergangenen Jahr bereits zur Probe gegessen und unterstreichen das Urteil der Elmshorner Pennäler.

Stroh gibt die Linie vor, die in Uetersen jetzt zur Richtschnur werden soll: „Uns als Schule muss es nach allen Erfahrungen der letzten Jahre ein gemeinsames Anliegen sein, die Mensa zusammen mit der Stadt und den Betreibern endlich zu einer Erfolgsgeschichte zu machen“, heißt es in dem Elternbrief. Das Gymnasium sei bei zunehmendem Nachmittagsunterricht (G8) auf gute Mittagsverpflegung angewiesen. Er sei sehr froh, dass der neue Betreiber den Wünschen der Schule „bestmöglich“ entgegenkomme. Unter anderem benennt Stroh dabei folgende Punkte, die zugleich eine Änderung von der „Fisole“-Linie bedeuten: Vorbestellungen und ein Bezahlsystem wird es nicht mehr geben. Die Schüler können entweder im Vorverkauf über die Cafeteria Chips im Wert von drei Euro kaufen oder den Betrag in der Mensa bar bezahlen. Es gilt das griffige Prinzip „all you can eat“ - iss, soviel du kannst.

Klar, dass auch einige Abstriche vom Gewohnten in Kauf genommen werden müssen. So wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, eigene Speisen in der Mensa zu verzehren. Wer also in Zukunft sein mitgebrachtes Essen verzehren möchte, muss das in der Cafeteria der Schule tun. Bürgermeisterin Andrea Hansen äußerte sich auf UeNa-Nachfrage positiv zu den Details des Elternbriefes: „Das ist ein engagiertes Startzeichen von Herrn Stroh. Ich werte es als Zusage, dass das Gymnasium sich an die Absprachen des Runden Tisches halten und die Mensa nun zum Erfolg führen will. Dazu gehört, dass Lehrer, Eltern und Schüler die Bedingungen des Betreibers erfüllen und die Zielzahlen erreichen, damit aus der zweimonatigen Übergangsphase ein dauerhaft wirtschaftlicher Mensabetrieb wird. Ich werde darüber heute erneut mit den Schulleitungen sprechen, danach trifft die Selbstverwaltung ihre Entscheidung. Das letzte Wort hat die Ratsversammlung.“

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