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Zukunftsplanung : Interessierte Jugendliche gesucht!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Insbesondere im vergangenen Jahr ist der Nachwuchs im Holmer Kulturverein immer wieder Thema gewesen. Nun wird die Diskussion um Erfolg versprechende Strategien auf der Suche nach mehr Zulauf von jungen und ganz jungen Kulturinteressierten intensiviert.

Dabei geht es darum, mehr Kinder und Jugendliche für die Angebote des Vereins zu interessieren. Dahinter steht die Sorge des Vorstands vor einer zunehmenden Überalterung, aber auch die rückläufige Resonanz auf die Veranstaltungen. Warum nehmen Kinder und Jugendliche nicht mal die für sie gedachten Angebote an? Diese Frage wurde während der Hauptversammlung der Mitglieder am Montag immer wieder gestellt, eine Antwort wusste niemand. Ob Klassik für Kinder, Kinder-Kino oder Plattdeutsch für Kinder, nur zögerlich kam der Nachwuchs 2011 zu den eigens für ihn konzipierten Veranstaltungen.

Aber auch die Erwachsenen waren deutlich schwerer für Konzerte, Lesungen und Vorträge zu begeistern als in den Jahren zuvor. Dagegen sind die festen Kurse und regelmäßigen Gruppen wie Fotografie, Töpfern, Malen, Literatur oder Philatelie nach wie vor außerordentlich gut besucht. Aber auch hier ist das Gros der Teilnehmer jenseits der 60. Was also ist zu tun? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Eduard von Allwörden, der sich um die Organisation vor allem klassischer Konzerte für den Verein kümmert. Er wolle weiterhin den musikalischen Nachwuchs unterstützen, aber die Konzerte müssten wohl eine andere Mischung bieten, mutmaßte er.

„Ich plane für September zwar wieder ein Konzert, aber es soll in anderer Form stattfinden“, sagte er. Konkreter konnte er nicht werden, denn auch von Allwörden hat noch keine Antwort auf die Frage, wie man die Jugend an den Verein binden kann. Stellvertretende Vorsitzende Ilka Fronia, mit Abstand eine der Jüngsten im Kreis der Kulturschaffenden, will es voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte mit neuen, auf die Jugendlichen zugeschnittenen Angeboten versuchen.

Sie plant die Gründung eines Photoshop-Clubs, in dem sich diejenigen, die gerne und viel mit dem Bildbearbeitungsprogramm experimentieren, eine Plattform haben. Hier könnten sie sich austauschen, gemeinsam Neues probieren und Erfahrungen weitergeben. Weiter plant Ilka Fronia einen Hörspiel-Workshop. Zwei Tage lang können Kinder und Jugendliche ein eigenes Hörspiel produzieren. Und schließlich denkt sie über eine Veranstaltung rund um die Kult-Krimi-Serie „Die drei ???“ nach. Mehr über die Sitzung lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.

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erstellt am 20.Mär.2012 | 22:30 Uhr

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