Konstituierung : Interessen junger Hetlinger vertreten

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Jetzt hat der Hetlinger Dorfnachwuchs auch ganz offiziell seine Interessenvertreter. Während der konstituierenden Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates ist ein Vorstand gewählt worden und erste Initiativen wurden auch schon angekündigt.

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13. Juni 2014, 19:12 Uhr

Eröffnet wurde die Sitzung vom amtierenden Bürgermeister Michael Rahn (FW), der das Treffen als „historisches Ereignis“ wertete. „Nun können uns die Jugendlichen sagen, was sie wollen“, fügte er hinzu. Dann hatte Janne Martinsteg das Wort. Sie ist 16 Jahre, Älteste im neuen Gremium und damit prädestiniert, die Wahl zu leiten.

Die Vergabe der Posten war vorher abgesprochen worden und orientierte sich am Wahlergebnis. Vorsitzender ist Julius Körner (15), sein Stellvertreter Florian Kleinwort (16). Sie hatten maßgeblich an der Ausarbeitung der Satzung des neuen Beirats gewirkt. Kassenwart ist Bennett Skibbe (16), Schriftführer Leon Gerhartz (13). Den Beirat komplettieren Levke Grupen (12) und Melanie Raupert (13).

Der Vorsitzende hob in seiner Antrittsrede die Wahlbeteilung hervor. 69 junge Hetlinger hatten ihre Stimme abgegeben. Stimmberechtigt waren 200 Personen zwischen acht und 21 Jahren. „Darauf können wir stolz sein“, sagte Julius Körner.

Als Gäste verfolgten fast ausschließlich Politiker der beiden Hetlinger Gemeinderatsfraktionen die Versammlung. Gleichmäßig verteilte Julius Körner den Dank des Beirates. Die CDU hob er hervor, die mit ihrer Inititiave die Gründung erst möglich gemacht hatte. Als Helfer bei der Umsetzung lobte er die frühere Bürgermeisterin Barbara Ostmeier sowie von der FW den amtierenden Bürgermeister, die Gemeindevertreter Margit Tolle, Oliver Lammert und Renate Springer-König. Erste Pläne sind auch schon geschmiedet worden. Demnächst soll es eine Facebook-Seite des Beirates geben, erklärte Florian Kleinwort. Mit einer Fragebogenaktion will man die Wünsche der Dorfjugend an der Arbeit der Interessenvertreter sammeln.

Ein Thema, bei dem er garantiert Gegenwind bekommt, hat sich der Beirat auch schon ausgesucht. „Eine Benachteiligung“ sei es, so Julius Körner, dass Schüler, die auf die gymnasiale Oberstufe gehen, die Busfahrkarte nicht mehr finanziert bekommen. Dies betrifft drei Mitglieder des Beirates ab dem kommenden Sommer. Der Kreis gewährt nur bis einschließlich Klasse 10 einen Zuschuss.

Der Vorsitzende weiß übrigens schon, wie man eine Sitzung effektiv führt. Nach gut einer halben Stunde war die Tagesordnung abgearbeitet und er konnte die Anwesenden deutlich vor dem Anpfiff des WM-Eröffnungsspieles Richtung heimischen Fernseher entlassen.

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