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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 23:21 Uhr

Gesundheit : „Intensivstation light“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Je schneller ein Betroffener in einem modern ausgestatteten Krankenhaus behandelt werden kann, desto größer sind seine Chancen, den Infarkt ohne wesentliche Beeinträchtigungen zu überleben.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2013 | 20:16 Uhr

Im Regio-Klinikum Pinneberg wurde dafür im vergangenen Jahr ein neuer Linksherzkatheter-Messplatz in Betrieb genommen. Doch nicht jeder Infarktpatient aus dem Raum Pinneberg konnte in der Kreisstadt behandelt werden. Denn nach dem Kathetereingriff muss die Herzleistung der Betroffenen überwacht werden. Das geschah bislang auf der Intensivstation. Waren die zwölf Plätze dort jedoch belegt, mussten die Rettungswagen andere, weiter entfernte Kliniken ansteuern. Die Regio-Kliniken haben nun ihre Behandlungskapazitäten im Bereich der Intensivmedizin durch die Einrichtung der Intermediate-Care-Station ausgeweitet.

„Intermediate Care ist vereinfacht gesagt eine Intensivstaton-Light“, erklärt Anästhesie-Chefarzt, PD Dr. Ernst-Peter Horn. „Wir behandeln hier nur Patienten, die zwar medizinisch überwacht werden müssen, deren Zustand aber nicht lebensbedrohlich ist.“ Dazu zählen in der Regel Infarkt-Patienten. Der Pinneberger Chefkardiologe, PD Dr. Thomas Hofmann, zeigt sich daher mehr als erfreut, über die acht zusätzlichen Betten. „Wir können jetzt mehr Patienten behandeln und Betroffenen damit unter Umständen längere Fahrzeiten in andere Kliniken ersparen“, betont Dr. Hofmann.

Patienten, die beatmet werden müssen, eine schwere Blutvergiftung oder eine verminderte Funktion gleich mehrerer Organe haben, werden weiterhin auf der Intensivstation behandelt. Pflegekräfte können im Überwachungszimmer die Vitalfunktionen der Patienten überwachen. Um die beiden Krankenzimmer mit insgesamt vier Überwachungsplätzen einzurichten, haben die Regio Kliniken rund 100000 Euro investiert.

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